Page 84

LAUFPASS 01/2015

als Profi die ständig wachsende Fangemeinde Nightmares Friday Night Score bringen neues Album heraus www.facebook.com/ocsideffect We left sehen sie eher gelassen. Salo schreibt alle Atlantis burning Überirdischer Unterwasser-Rock Ocsid Effect Disco rückwärts Denkt man bei solch einem Namen möglicherweise nicht sofort an eine chemische Reaktion? Mag sein, aber Salo Sulano (git., voc.), Niklas Köhler (bass), Tassilo Haar (Git.) und Jendrik Strass (drums) ist das ziemlich schnuppe. Ihnen geht es in erster Linie um die Musik. Wenn das Wort „Ocsid“ vor den Spiegel gehalten wird, dann steht da „Disco“ – und diese Art Mainstream ist ihnen zuwider. Wer ihre elektrisierenden Rocksongs hört, der kriegt das aber auch so mit. Die vier Jungs aus dem Raum Bremerhaven haben jedenfalls klare Ziele. Covern geht gar nicht, das ist Musik von der Hand in den Mund. Nur mit selbst geschriebenen Songs bleibt die Tür offen, um später einmal damit erfolgreicher zu sein und eher in Erinnerung zu bleiben als mit nachgespielten Liedern. In diesen Anfangsjahren ist das Musizieren noch die herrlichste Nebensache der Welt, aber von Konzert zu Konzert, von einem Erfolg zum anderen, beißt sich der Gedanke fest, einmal mit ihrem Prog-Alternativ Indie-Post-Gemisch, hier kurz Praipo-Rock genannt, in verzaubern. Atem zu halten, zu Das wäre um ein Haar schon beim Bandwettbewerb „Kor“ gelungen. Die Jungs von Ocsid Effect belegten dort den zweiten Platz, trotzdem sind sie auch Gewinner, und Luft nach oben ist meistens gut. Nichts muss übers Knie gebrochen werden. Sie sind jung, die Welt steht ihnen offen, sie will erobert werden, Stück für Stück. Die Schiffdorfer Stauschleuse hat sie gehört, und ein etwas längerer Ritt nach Emden Vergangenheit gehört inzwischen auch schon der an. In dieser Formation möchten sie zusammen bleiben, komme was da wolle, und dass Job oder Studium etwas anderes fordern könnten, Texte, zum Teil fiktive, in sich geschlossene Geschichten, in denen er sich wiederfindet, Emotionen, oder ganz banal Alltägliches, das ihm aber dennoch Stoff zum Nachdenken gegeben hat. Die Melodien, Akkorde und Rhythmen schafft die Band als Team. Auch, oder gerade weil sie alle Individualisten sind und verschiedenste Vorbilder haben, kreieren sie ganz unterschiedliche Bilder, die aber schon nach wenigen Malen des Durchspielens eine wunderbar einheitliche, musikalische Landschaft ergeben. Das verdeutlicht: sie ergänzen sich, sie passen zusammen. Auf ihr Songwri- Fotos: Hai-Dang Duong – www.hai-dang.de | Presse (2) Jung, unverbraucht und unverschämt musikalisch, diese Attribute treffen. Seit ihrer Flucht aus Atlantis ist die bemerkenswerte Bremerhavener Formation im Norden auf dem Vormarsch. Sie versuchen etwas zu finden, das sie noch nicht kennen, von dem sie aber glauben, dass es ihnen gehört: die Zukunft. Metal Core ist ihr Genre, Spaß an zweideutigem Humor und Leidenschaft am Instrument ihr zweiter Name. Die Überschrift „We Left Atlantis Burning“ soll Veranstaltern lediglich beim Buchen helfen. Maronde (Gesang), Niklas (Gitarre), Marco (Gitarre, Gesang), Henrik am Bass und Corvin am Schlagzeug finden ihren Bandnamen tiefgründig. Tief auf dem Grund des unendlichen Ozeans soll Atlantis der Legende nach ja liegen. Sei es wie es sei, Namen sind Schall und Rauch und bekommen ihre Bedeutung erst durch Erfolg. Daran wird aufopfernd und akribisch gearbeitet. Typisch für das Quartett aus der norddeutschen Tiefebene ist jedenfalls, dass es alles gern auf den Punkt bringt. Fragt man nach ihrem Stil, antworten sie: „Wir würden ihn nicht als Hard-Math-Death-Pop-Metal-Shit-Grind-Core bezeichnen, obwohl das durchaus eine Idee wäre!“ Einigkeit herrscht über den Wunsch, die Welt zu regieren und mit ihren sich selbst spiegelnden Songs die Massen zu begeistern, auch wenn sie mit diesem Mammutprogramm am Existenzmini- Am 21. Februar ist es soweit: dann veröffentlicht die Bremerhavener Band Friday Night Score (Punkrock/Hardcore) ihr neues Album. Nach der im Jahr 2012 erschienenen EP „Stay Strong“ wird die neue CD mit dem Namen „Nightmares“ die mittlerweile dritte Veröffentlichung der Band. Produziert wurde „Nightmares“ in kompletter Eigenregie. Die elf Songs des Albums sind dabei im eigenen Studio, welches 2010 in ihrem Proberaum im Rock Center eingerichtet wurde, aufgenommen und abgemischt worden. Nach fast einem halben Jahr Arbeit an der Produktion wird „Nightmares“ das erste Mal am 21. Februar, auf der Release Party der Band im Rock Center Bremerhaven, zum Kauf zur Verfügung stehen. Los geht es um 19:00. Unterstützt wird Friday Night Score an diesem Abend von den ebenfalls aus Bremerhaven und dem Umland stammenden Bands Pafero und We left Atlantis burning. 84 www.laufpass.com


LAUFPASS 01/2015
To see the actual publication please follow the link above