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LAUFPASS 01/2015

Musik für Kieselalgen Benefizkonzert soll Expedition sichern Wenn sich Sandro Giampietro, Dean Collins, Rob Hardt und noch viele weitere Musiker der Region treffen, dann hat das mit ziemlicher Sicherheit einen Grund. In diesem Fall handelt es sich um ein Benefizkonzert des Vereins „SEA Networks“, das der HIGHSEA-Jahrgang XII zur Finanzierung seiner Expeditionsfahrt geplant hat. Zur großen Bandbreite an Musik wird es kulinarische Köstlichkeiten vom Pier 6 geben. Zur Finanzierung der Expeditionsfahrt des HIGHSEA XII-Jahrgangs veranstaltet der Verein „SEA Networks“ ein Benefizkonzert. Mit dabei sind bekannte Namen der Bremerhavener Musikszene: Zum Benefizkonzert am 27. Februar in der Aula der „theo“ geben sich Sandro Giampietro, Dean Collins, Marco Butzkus, AC Forster, Daniel Blancke, Rob Hardt, Nils Wandrey, Seidel Beck, Joerg Seidel, Sharon Wynne und Gerths Bagaasch die Ehre. Eine Etage tiefer serviert das Pier 6 ein kulinarisch anspruchsvolles Drei-Gänge-Menü. Die Veranstaltung dient vorrangig, aber nicht nur, der Unterhaltung: Zugleich wollen sich die Schüler des HIGHSEA XII bei ihren Unterstützern bedanken. Die gesamten Erlöse des Abends gehen in die Vereinskasse des SEA Networks, um gemeinnützige Projekte des Vereins, in erster Linie aber die Expedition des Jahrgangs zu unterstützen – eine wissenschaftliche Chance und zugleich ein großer Traum der Klasse. Wie in jedem HIGHSEA-Jahrgang ist die Expeditionsfahrt geplant, um eine Forschungsfrage zum Gebiet Biologie zu behandeln. Ziel sind die Färöer Inseln, auf denen Diatomeen (einzellige www.facebook.com/weleftatlantisburning Algen) untersucht werden sollen. HIGHSEA XII ist der inzwischen 12. Jahrgang des Kooperationsprojekts des Alfred-Wegener Instituts Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung und des Schulzentrums Carl von Ossietzky. Dank dieses Zusammenschlusses haben die Schüler des HIGHSEA (Highschool of Science and Education at the AWI) die Chance, an zwei Tagen in der Woche in Verknüpfung mit den Fächern Biologie, Chemie, Mathematik und Englisch im Unterricht am AWI Einblicke in wissenschaftliches Arbeiten zu bekommen. Da eine wissenschaftliche Expeditionsfahrt das Budget einer Klassenfahrt weit übersteigt, sind die Schüler von HIGHSEA auf Hilfe angewiesen. Mit einer Spende an den Verein SEA Networks oder der Teilnahme am Benefizkonzert können die Expedition und andere Projekte des Vereins unterstützt werden. Der Verein SEA Networks besteht aus ehemaligen HIGHSEAs mit dem Motto „Raus aus der Schule – rein ins Institut“ und hat sich zur Hauptaufgabe gemacht, die Naturwissenschaften auf breiter Basis zu fördern und so zur Stärkung des MINT-Bereichs beizutragen. Benefizkonzert für HIGHSEA XII Freitag, 27. Februar, 19.30 Uhr „die theo“ | Lutherstraße 7 27576 Bremerhaven www.sea-concert.de ting verwenden die vier ihre ganze Energie. Sie wollen viel live spielen, weil sie wissen, nur über Konzerte vor einem Publikum wachsen sie als musikalische Einheit. Je sicherer sie sich fühlen, desto weniger wird beim Spielen nachgedacht. Neue Anhänger gewinnen, vor vollen Häusern spielen? Na ja, wer möchte das nicht als Künstler. Ein steiniger Weg, den es sich zu gehen lohnt, egal ob im Amateurstatus oder als Profi. Dazu gehört ein eiserner Wille. Der ist bei dem Quartett sogar hörbar. gbm mum leben müssten. Im Moment steht auf ihren Brustetiketten noch „Student“ oder „Abiturient“ und sie nehmen das durchaus ernst. Die Kunst der Musik soll lediglich das ausgleichende Hobby sein, und so proben sie mit voller Apparatur im Schlafzimmer ihres Drummers in Hagen Börsten. Drehte es sich in ihren frühen Werken noch um die Rückkehr der kornspeienden Dinosaurier, Beischlaf mit Satan, Bananen mit Identitätsproblemen oder nicht funktionierenden Backrezepten für digestiven Eintopf, sind ihre Themen inzwischen deutlich abstrakter geworden. Da mischt sich hier ein bisschen Traurigkeit unter einen Rocker, die Leichtigkeit des Seins schimmert durch Balladen, und hin und wieder nähern sich die Texte ihres Drummers auf wunderbar metaphorische Weise auch politischen Gedanken. Keinesfalls wollen sie ihre schwachsinnige, an lustvolle Demenz grenzende Ader verlieren. Sie sind sich einig, und das macht sich bei ihren Konzerten erfreulich bemerkbar, wenn, beispielsweise, deutsche Textpassagen einfließen, um durch sprachliche Melodie und andere außergewöhnliche Elemente ein wesentlich breiteres Hörspektrum zu erlangen. gbm 85


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