Page 25

LAUFPASS 01/2017

Vor zwei Jahren nahm das Leben von Onil Daoud eine große Wendung. Seine Familie beschloss, Syrien aufgrund des Bürgerkriegs zu verlassen und floh nach Deutschland. Seitdem lebt der 22-Jährige in Norddeutschland. Durch die Hilfe einer ehrenamtlichen Betreuerin kam im Herbst letzten Jahres der Kontakt zum „Rübeling Dental-Labor“ zustande. Und dann ging alles ganz schnell: Seit Oktober absolviert Onil dort ein Praktikum und kommt seinem Berufswunsch „Zahntechniker“ Schritt für Schritt näher. Mit seiner Familie lebte Onil im Nordosten Syriens, in der Stadt Qamischli, direkt an der Grenze zur Türkei. Dort arbeitete er nach der Schulzeit in einer Apotheke. Doch seit dem Bürgerkrieg wird die Stadt von kurdischen Milizen besetzt und wurde in der Vergangenheit häufig Ziel von Anschlägen. Der IS hat es insbesondere auf die Christen abgesehen. So kamen beispielsweise im Dezember 2015 bei einem Doppelanschlag im christlichen Viertel in Qamischli 17 Menschen ums Leben. Die christlich-aramäisch geprägte Familie sah sich aufgrund der Gefahr gezwungen, das Land zu verlassen. In Deutschland fand sie Zuflucht, weil Onils Großmutter und seine Tante bereits vor 15 Jahren nach Langen beziehungsweise Bremerhaven gezogen waren. Zusammen mit seinen Eltern, seiner Schwester und seinen beiden Brüdern ging es zuerst in die Türkei und von dort aus mit dem Flugzeug nach Deutschland. Hier reifte Onils Wunsch, Zahntechniker zu werden. Das Dentallabor Rübeling wollte ihm diesen Wunsch erfüllen und ihm damit eine Perspektive verschaffen. „Es dauerte nur eine Woche und schon konnte ich anfangen“, sagt der Syrer. Bei Rübeling ist man mit dem Praktikanten bisher mehr als zufrieden. „Er hat sich wirklich sehr schnell integriert, versteht und spricht schon gut Deutsch, auch wenn noch ein wenig Luft nach oben ist“, erklärt Geschäftsführer Frank Rübeling. Seinen sprachlichen Grundkurs hat Onil bereits absolviert, jetzt wartet er auf einen Platz für den Fortgeschrittenenkurs. Das Praktikum läuft noch bis Ende Juli – und wenn er sich weiterhin so engagiert, wird das Dentallabor ihm eine Stelle für die dreijährige Ausbildung zum Zahntechniker anbieten. Hierfür müssen aber gewisse Voraussetzungen erfüllt sein. Schon von April bis August hatte die Firma bereits einen Flüchtling als Praktikanten beschäftigt, aber dessen sprachliche Defizite waren letztlich zu groß, um die anspruchsvolle Ausbildung meistern zu können. „Mit der Sprache muss es einfach klappen. Ansonsten wird es in der Berufsschule extrem schwer“, weiß Frank Rübeling, der Onils Chancen allerdings als gut einschätzt. Eine Sorge treibt den jungen Flüchtling und seinen Praktikumsbetrieb noch um: Onil verfügt nicht über ein dauerhaftes Bleiberecht, sondern nur über eine Duldung – eine vorrübergehende Aussetzung der Abschiebung. Beim Zugang zum Arbeitsmarkt bestehen für geduldete Personen Einschränkungen, weil eine Duldung eben immer zeitlich begrenzt ist. An eine Abschiebung möchte Onil aber nicht denken – viel lieber will er in Bremerhaven im Dentallabor bleiben und zukünftig als Zahntechniker arbeiten. Die Firma Rübeling zählt mit mittlerweile über 100 Mitarbeitern und einer Labor- und Bürofläche von rund 3200m² zu den größten Dentallaboratorien Deutschlands. Durch modernste dentale Technologien und Materialien werden hier seit 1958 mit höchster Qualität die Erwartungen an einen perfekten Zahnersatz erfüllt – und exzellent ausgebildeter Nachwuchs gefördert. sl www.ruebeling.de Von Syrien ins Dentallabor Onil Daoud absolviert ein Praktikum bei „Rübeling Dental-Labor” Wir sind für Sie da. Rundum versichern, vorsorgen, Vermögen bilden. Dafür sind wir die Allianz Fachleute in Bremerhaven und Umzu. Georgstraße 10 – 12 in Bremerhaven. Mirco Strüber Generalvertretung der Allianz Tel. 04 71.3 25 55 www.allianz-strueber.de Michael Luitjens Hauptvertretung der Allianz Tel. 04 71.4 00 14 www.allianz-luitjens.de


LAUFPASS 01/2017
To see the actual publication please follow the link above