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LAUFPASS 01/2017

schaft wird eindeutig heterogener und die individuellen Zugänge zum Lernen unterscheiden sich mehr und mehr“, formuliert Ritzenhoff. Deshalb werde ein guter Unterrichts-Mix in Zukunft noch entscheidender für den Lernerfolg, sagt der Hochschul-Rektor. Studentinnen und Studenten sind engagiert Es ist anzunehmen, dass die Hochschule auch diese Herausforderung meistern wird. Schließlich hatten die Lehrenden schon immer ein Händchen für das Ausprobieren neuer Mittel und Methoden. Und das ist im wahrsten Sinne des Wortes ausgezeichnet: 2009 wurde die Hochschule im Rahmen des Wettbewerbs „Exzellente Lehre“ – ausgeschrieben von der Kultusministerkonferenz und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft – für ihr Konzept „GUUGLE – gut und gerne lernen und lehren“ geehrt. Mit ihrem Konzept „Alle an Bord! Studienpioniere anheuern und auf Kurs bringen“ zählte die Hochschule Bremerhaven 2013 zu den zehn Gewinnern des Wettbewerbs „Studienpioniere“ des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft und der Stiftung Mercator, setzte sich gegen 60 Mitbewerber durch. Im selben Jahr ergatterte die Hochschule Bremerhaven unter 50 deutschen Hochschulen den Titel der besten Logistik-Hochschule, der von der Zeitschrift „Verkehrs-Rundschau“ verliehen wurde. Im Juni 2016 erhielt die Hochschule den Hochschulpreis Güterverkehr und Logistik des Bundesverkehrsministeriums. Den Vorwurf, die Studierenden würden sich zu wenig in das Bremerhavener Leben einbringen, kennt Ritzenhoff zwar. Aber viel mit ihm anfangen kann er nicht. Er zählt eine Reihe von Projekten und Aktivitäten auf, mit denen Engagement in der Stadt und für die Stadt bewiesen werde. 3.200 Studenten aus 66 Nationen Eines der jüngsten Beispiele für die Verankerung der Studentinnen und Studenten in der Stadt: Das ehemalige Design-Labor und jetzige Fährhaus wurde von der Hochschule für zunächst fünf Jahre angemietet. Auf 564 Quadratmetern ist wohl genug Platz für diverse studentische Projekte. Die sollen möglichst über einzelne Studiengänge oder Jahrgänge hinweg greifen. Unter anderem ist im Erdgeschoss des Fährhauses ein so genannter Maker Space angesiedelt, der sich IT-gestützten Projektideen widmet. Mancher, der den Vorwurf der zu geringen Präsenz erhebt, sollte sich nach Auffassung von Peter Ritzenhoff einfach nur eine Zahl zu Gemüte führen: „In Bremerhaven sind lediglich drei Prozent der Bevölkerung Studentinnen und Studenten. Und das ist weit unter dem bundesdeutschen Durchschnitt.“ Logisch, dass Studentinnen und Studenten das Stadtbild und das gesellschaftliche Leben weniger prägen als andernorts. Das muss aber nicht zwangsläufig so bleiben. 5.000 Studierende – dieses Ziel hatte bereits Ritzenhoff-Vorgänger Stockemer postuliert. Zurzeit sind es rund 3.200 Studentinnen und Studenten, die aus 66 Nationen stammen. 3.200 – das sind fast 1.000 mehr als 2005. Ritzenhoff hält an dem Ziel der 5.000 fest. Doch er weiß auch: „Es ist ein langer und langsamer Weg auf dem Weg dorthin.“ Wichtigster Punkt: „Die Qualität der Lehre darf auf diesem Weg nicht gefährdet werden.“ Mehr Studierende würden auf jeden Fall nicht nur dem Standort Bremerhaven, sondern dem gesamten Land Bremen gut tun. WOHNE SMARTER. Mit der „Bei-mir-brennt-nix-an“-Garantie. swb Smart Living zeigt Ihnen, ob Ihr Bügeleisen an oder aus ist – und vieles mehr. Jetzt erleben im swb-Kundencenter oder unter: www.swb-gruppe.de/ smart-living


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