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LAUFPASS Ausgabe 02/2016

starke Düngung, die hierfür nötig ist, ist für viele Kräuterarten zu nährstoffreich und sie können sich gegenüber den starkwüchsigen Arten nicht mehr durchsetzen. Zudem haben Blühpflanzen durch das häufige Mähen keine Chance zu wachsen. Dadurch haben Bienen und zahlreiche andere Fluginsekten keine Nahrungsquelle mehr. Andere Pflanzen, die bestäubt werden müssen, um sich zu entwickeln, und somit wieder Nahrungsquelle für andere Tiere und auch den Menschen sind, gehen in der Folge ebenfalls ein. Der Mensch ist in manchen Gebieten schon gezwungen, per Hand zu bestäuben. Ein riesiger Aufwand, der vermieden werden könnte. Der Maisanbau in Monokultur ist nur ein Beispiel von vielen, die nachweislich dafür verantwortlich sind, dass das Insektenvorkommen so stark zurückgegangen ist. Mais ist im Übrigen eine Pflanzenart, die nicht durch Insekten bestäubt werden muss, sondern lediglich ein wenig Wind braucht, der die Pollen von Pflanze zu Pflanze trägt. Monokulturen ziehen Erosionen, Schädlingsbefall oder eine einseitige Nährstoffverarmung des Bodens nach sich und damit unweigerlich den erhöhten Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln. Der Maiszünsler etwa ist ein Schädling, dessen Larven den Mais angreifen, um sich zu entwickeln. Hierfür bedarf es eines Gegenmittels: Neo-Nicotinoide, also Nervengifte gegen Insekten, kamen dafür 1999 erstmalig zum Einsatz. Allerdings entwickelte der Schädling bald eine gewisse Immunität gegen das Gift, so dass also noch mehr Gift und noch mehr Chemie notwendig wurde. Glyphosat, ursprünglich als Rohrreiniger auf den Markt gebracht, wird schon seit über 40 Jahren eingesetzt. Als Herbizit vernichtet es die sogenannten Beikräuter, die sehr viele Insekten anziehen würden. Diese Probleme sind weitgehend bekannt, aber eine Trendwende ist bisher nicht in Sicht. Neben Insekten sind auch andere Tiere, Pflanzen und wichtige Pilzarten betroffen. Ein Drittel aller Arten ist im Bestand extrem gefährdet und vier Prozent sind schon ausgestorben. Nachgewiesen werden konnten die Gifte anhand von Lichtfallen, die Fluginsekten, wie Bienen, Schwebfliegen, Falter usw., anlocken, welche dann untersucht werden können. Über 1.000 verschiedene Zusammensetzungen und Gifte sind so nachgewiesen worden. Die EU-Kommission hat 2014 den Einsatz von bestimmten giftigen „Pflanzenschutzmitteln“ nun weitestgehend verboten. Die Herstellerkonzerne haben dagegen geklagt. Ein Urteil in diesem Prozess wird wohl erst in den nächsten Monaten gefällt. LEBE SMARTER. Mit unserer Alles-Flat und dem Samsung Deiner Wahl. AB 29,95 € 1 MTL. Jetzt informieren: www.swb-gruppe.de/ lebesmarter 1) Aktion gültig bis 31.07.2016. Preis von 29,95 € mtl. gilt für Samsung Galaxy A3 (2016), von 39,95 € mtl. für Samsung Galaxy S7 im Tarif „swb Mobil L“ inkl. mtl. Hardware-Zuzahlung und einmaligen Endgerätepreises i.H.v. 49,95 €. Mindestlaufzeit 24 Monate. Einm. Anschlusspreis 25 €. Internetflat 1 GB Highspeed-Volumen mit max. 21,6 Mbit/s, danach Drosselung auf max. 64 Kbit/s. Highspeed-Volumen ist nicht in den Folgemonat übertragbar. Inkl. Telefon- und SMS-Flat für Standard-Gespräche und SMS in nat. Netze. Alle Preise inkl. 19 % MwSt. Angebot regional begrenzt verfügbar. EWE TEL GmbH, Am Weser-Terminal 1, 28217 Bremen. KELLERASSEL Im allumfassenden Stoffkreislauf macht dieses der Krebstierfamilie zugeordneten Insekt, die Drecksarbeit. Dank der Kellerassel (Isopoda) werden die Nährstoffe, die Pflanzen und Pflanzenfresser zuvor aufgenommen haben, wieder dem Ökosystem zugeführt.


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