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LAUFPASS 02/2017

20.05.17 POP MEETS CLASSIC Das spannende Cross-Over-Konzert mit Heinz Rudolf Kunze, dem Philharmonischen Orchester Bremerhaven u.v.a. 03.06.17 DEUTSCHLAND SUCHT DEN SUPERSTAR Tour 2017 – Special guest: Prince Damien 08.07.17 STAHLZEIT OPEN AIR Die spektakuläre Rammstein-Tribute-Band 09.07.17 GREGORY PORTER & BAND OPEN-AIR Support: Cool Million 03.10.17 SEEBECK AM MARKT Sängerwettstreit & Frühschoppen 10.10.17 OTTO „Holdrio Again“ 09.11.17 THE IRISH FOLK FESTIVAL Tour 2017 09.12.17 ALICE IM WUNDERLAND Die Rollkunstlaufshow für die ganze Familie 30.01.18 MARTIN RÜTTER „Freispruch“ 23.02.18 ADORO Tour 2018 Weitere Veranstaltungstermine unter: www.stadthalle-bremerhaven.de Bundesweiter Kartenvorverkauf Ticket-Hotline: 0471/59 17 59 Ist Bisphenol A nun ernsthaft gefährlich oder nicht? Auf Nachfrage beim Umweltbundesamt erklärt der Abteilungsleiter für Umwelthygiene Dr. Andreas Gies: „Das Umweltbundesamt sieht die Notwendigkeit, Maßnahmen zu ergreifen, um die Mengen zu verringern, denen Menschen und die Umwelt ausgesetzt sind.“ Es wird also von einer konkreten Gefahr ausgegangen. Den Konsumentinnen und Konsumenten rät Gies dazu, BPA-freie Produkte zu wählen oder bestimmte Produktgruppen wie Essgeschirr aus Plastik und Konservendosen zu meiden. Die Haltung des BfR und der EFSA wollte das Umweltministerium hingegen nicht kommentieren. Fest steht jedenfalls, dass die Verwendung von Bisphenol A in der Herstellung von Babyflaschen in den Ländern der Europäischen Union trotz der offiziellen Bekennung zur Unbedenklichkeit seitens des BfR und der EFSA seit 2011 verboten ist. Durch das Erhitzen der Plastikflaschen kann der Stoff aus der Verbindung gelöst werden und in den Flascheninhalt übergehen. Ab Herbst 2019 soll auch Bisphenol- A-haltiges Thermopapier EU-weit aus dem Verkehr gezogen werden. Was das Verbot angeht, befindet sich Frankreich in einer Ausnahmestellung. Dort ist die Verwendung von BPA schon seit 2015 grundsätzlich für alle Produkte, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen, untersagt. Die Europäische Union beruft sich zurzeit auf den Leitsatz „die Dosis macht das Gift“ und legte bei Bisphenol A eine täglich duldbare Aufnahmemenge von vier Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht fest. Die Strategie, den Schaden hormonell wirkender Substanzen über Grenzwerte einzudämmen, wird von vielen Seiten kritisiert. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) moniert, für hormonschädigende Stoffe sei die Festlegung von Grenzwerten unzulänglich. Der Grund: Einige Wissenschaftler, darunter der bekennende Bisphenol- A-Kritiker Frederick vom Saal, haben Studien veröffentlicht, die die Regel „die Dosis macht das Gift“ für hormonell wirkende Substanzen widerlegen. Demnach sei BPA auch und vor allem in geringen Konzentrationen gefährlich, weil der Körper den Stoff nicht als Gift erkennen und deshalb keine natürlichen Abwehrmechanismen einleiten würde. Laut BfR hat sich die Theorie der Niedrigdosiseffekte nicht bestätigt. Wegen der wachsenden Bedenken gegenüber dem Einsatz von Bisphenol A hat man in der Forschung bereits versucht, alternative Stoffe zu entwickeln – doch nach jüngsten Forschungsergebnissen richten auch diese Schaden an. Chemiker der Peking University veröffentlichten kürzlich einen Beitrag, in dem sie die Risiken des Ersatzstoffes 9,9-Bis(4-Hydroxy-Phenyl)-Fluoren (BHPF) aufdecken. BHPF wirkte anders als BPA Östrogen-hemmend. Die Föten von Mäusen, die BHPF-haltiges Wasser tranken, entwickelten sich im Vergleich zu den anderen bedeutend langsamer. In der EU ist der Giftstoff aktuell nicht zugelassen – Bisphenol A kommt hingegen weiterhin zum Einsatz. sl Fotos: grynold/shutterstock.com | monticello/shutterstock.com | Passakorn sakulphan/shutterstock.com


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