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LAUFPASS 02/2017

Gemeinsachtsanzeige-Laufpass_Anzeigen 13.04.16 11:42 Seite 1 gesundheit 35 Suchtkrankenhelfer/in Betreuungskraft Zollmanager/in Lohn- und Gehaltssachbearbeiter/ Hygienebeauftragte/ r in in Geprüfte/r Handelsfachwirt/in wisoak Wirtschafts- und Sozialakademie der Arbeitnehmerkammer Bremen BERUFLICH WEITER DURCH BILDUNG Wirtschafts- und Sozialakademie der Arbeitnehmerkammer Bremen gGmbH Barkhausenstraße 16 27568 Bremerhaven Telefon 0471·595-0 Email info-bhv@wisoak.de www.wi s o a k . d e wisoakG K O M P E T E N Z Z E N T R U M G E S U N D H E I T Wirtschafts- und Sozialakademie der Arbeitnehmerkammer Bremen gGmbH i n B r eme r h a v e n Pflegedienstleiter/in Praxisanleitung Wohnbereichsleitung Personalsachbearbeiter/in Geprüfte/r Wirtschaftsfachwirt/ in Finanzbuhhalter/ Machen Sie Ihr Fahrrad pannensicher! • Sicherheit mit PlusBreaker und Refl exstreifen auf höchstem Niveau • Ausgewogenes Profi l läuft auf Straßen und Wegen leicht dahin • einer der beliebtesten und meistgenutzten Fahrradreifen überhaupt Größe 28x1,75(622-47) oder 28x1,6 (622-42) statt 33,95 nur 1 9 99 Zweirad Fachmarkt Bauer GmbH Am Lunedeich 201 · Bremerhaven-Bohmsiel Telefon: (0471) 92 65 70 7 Montag bis Freitag: 9.30 bis 19.00 Uhr Samstag: 9.30 bis 18.00 Uhr im schlimmsten Fall zum Tod führen. Eltern müssen abwägen, ob sie für eventuell vorkommende Hänseleien das Leben ihres Kindes aufs Spiel setzen wollen. Zudem können sich die »Makel« von alleine lösen: Blutschwämme können zum Beispiel mit der Zeit einfach verschwinden, ganz ohne gefährlichen Eingriff. Auch Kopfform und Ohrenstellung ändern sich noch stark im Zuge des Heranwachsens – abstehende Ohren können sich also »verwachsen«. Den Kindern machen ihre »Besonderheiten« in der Regel gar nichts aus. Erst wenn die Eltern sie zum Arzt schleppen und ihnen vorschreiben, sie müssten sich unbedingt unters Messer legen, um etwas an ihrem Aussehen zu verändern, beginnen auch die Kinder, ihr Aussehen als Problem anzusehen. Das liegt ausschließlich an den Eltern: Sie vermitteln ihrem Kind, dass sie sein Aussehen nicht akzeptieren und wertschätzen. So denkt auch das Kind, es müsste sich unbedingt operieren lassen und fühlt sich minderwertig. Das kann psychische Was sagt das Gesetz zu Schönheitsoperationen an Minderjährigen? Eltern beauftragen mit der Zustimmung zum medizinisch unnötigen ästhetischen Eingriff eine gefährliche Körperverletzung (§ 224 StGB) an Dritten, ihrem Kind, und verstoßen damit gegen das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit (Art. 2 GG), das auch Kinder besitzen. Die Bundesärztekammer (BÄK) fordert deshalb ein Verbot für Schönheitsoperationen an Minderjährigen und will neue Stellschrauben einführen. „Wir müssen das Selbstwertgefühl gerade der Jugendlichen stärken. Die jungen Menschen müssen selber erkennen, dass Schönheitsoperationen „uncool“ sind“, erklärt die BÄK in einer Stellungnahme. Im Rahmen der Koalitionsverhandlungen nach den Bundestagswahlen 2013 haben Union und SPD auf ein Verbot für Schönheitsoperationen an Minderjährigen ohne medizinische Notwendigkeit abgezielt. Zu einer Umsetzung ist es jedoch bis heute nicht gekommen. Eltern dürfen deshalb über Eingriffe an ihrem Kind entscheiden, sofern es noch nicht einwilligungsfähig ist, also die Gefahren und Folgen der Operation nicht selbst einschätzen kann. Das geht aus einem Grundsatzurteil des Bundesgerichtshofs von 1958 hervor. Ein festgeschriebenes Alter für das Erlangen der Einwilligungsfähigkeit gibt es nicht – man geht von 14 Jahren und aufwärts aus. Probleme zur Folge haben – und die lassen sich nicht einfach wegoperieren. Mit dem zunehmenden Trend zu ästhetischen Korrekturen bei Kindern offenbart sich auf einer neuen Ebene das Dilemma einer Gesellschaft, deren ästhetische Normierung künstlichen Idealen folgt. Nach Mode, Frisur, Schmuck und Lifestylegegenständen, deren Zusammenstellung durch die Wirtschaft bei der Schaffung neuer Trends vorgegeben wird, folgt nun die ästhetische Normierung des menschlichen Körpers. Eine neue Mode, die vermeintlich mehr Glück verspricht, jedoch nun auch auf der ursprünglichsten, körperlichen Ebene das Individuum verschwinden lässt. Und so werden wir irgendwann alle die gleichen Hosen mit den hängenden Ärschen tragen, karierte Holzfällerhemden, Rauschebärte, große Brillen und dazu nun auch noch die angelegten Ohren und korrigierten Nasen. Die Normierung von Brüsten, Nasen, Ohren, Wangenknochen und die Entfernung missliebiger Fettpolster führt zu einem einheitlichen Erscheinungsbild. Klasse – freuen wir uns auf Barbie & Ken. www.basta-magazin.de


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