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LAUFPASS 02/2017

Dem Hautkrebs keine Chance geben – gewusst wie! service gesundheit 43 SICHER SONNEN HEISST: • Mittags im Schatten aufhalten.' • Reichlich Sonnencreme mit richtigem Lichtschutzfak- tor benutzen. Sonnenöle haben häufig einen niedrigeren Lichtschutzfaktor als Sonnenmilch und bieten deshalb oft keinen ausreichenden Schutz. • Auf UV-A-Siegel achten. Moderne Sonnenschutzmittel schirmen nicht nur UV-B-, sondern auch UV-A-Strahlen ab, sodass sie Sonnenbrand effektiver entgegenwirken. • Beim Cremen oder Sprayen Ohren, Nacken, Füße und gegebenenfalls Kopfhaut nicht vergessen. • Nach Baden oder Schwitzen nachcremen. • Kopfbedeckung und Sonnenbrille aufsetzen. • Bei starker Sonneneinstrahlung oder lichtempfindlicher Haut (auch für Kinder) empfehlen sich ein textiler Schutz wie T-Shirt, Hemd und Hose. Bilder: PR Archiv AOK Bremen/Bremerhaven (Mit dem Rad zur Arbeit), Ocskay Bence shutterstock.com (Hautuntersuchung), Creative Family shutterstock.com (Mädchen am Strand), PR Archiv AOK Bremen/Bremerhaven (Universum-Bremen, Forscherzeit »Hallo-Herz« und »Herz unter der Lupe«) Sonnige Aussichten Mit dem richtigen Schutz lässt sich die Sonne unbeschwert genießen Die sonnigen Monate haben endlich begonnen, Licht und Wärme tun richtig gut. Um das Sonnenbad nicht böse enden zu lassen, können wir unsere Haut auf verschiedene Arten schützen. Bereits in der Frühlingszeit schickt die Sonne kräftig UV-A- und UV-B-Strahlen auf unsere Haut. Die brauchen wir auch, um uns wohl zu fühlen und Vitamin D zu produzieren. Doch wie so oft kommt es auf die richtige Dosierung an. Je nach Hauttyp verträgt der Mensch mehr oder weniger Sonne. Helle Hauttypen bekommen schon nach fünf Minuten einen Sonnenbrand, der mediterrane Hauttyp hat einen Eigenschutz von bis zu 30 Minuten. Cremes und Kleidung Mit den richtigen Sonnencremes lässt sich der Sonnenschutz um das bis zu 50-fache erhöhen – wenn man ihn denn nicht zu sparsam aufträgt. Allein für das Gesicht sollte ein Erwachsener eine teelöffelgroße Menge nehmen, der restliche Körper verträgt sogar sechs Teelöffel Sonnencremen oder -spray. Noch besseren Schutz bietet spezielle UV-Schutzkleidung, die nach UV-Standard 801 zertifiziert ist. Gerade empfindliche Kinderhaut sollte damit geschützt werden. Neben Sonnenhüten und Sonnenbrillen gibt es inzwischen auch eine große Auswahl an Shirts, Hosen sowie Badekleidung, die ihre Schutzfunktion auch in nassem Zustand behält. In den kühlen Schatten flüchten hat nicht nur im heißen Süden Sinn. Auch im vermeintlich kühlen Norden ist es für Kinder und Erwachsene in den Sommermonaten zwischen 11 und 15 Uhr im Schatten oder in Innenräumen wegen hoher Ozonwerte und der starken Sonneneinstrahlung gesünder. Übrigens: Wasser und heller Sandstrand verstärken die Sonnenstrahlen und erhöhen das Sonnenbrand-Risiko! Auch Schatten oder ein wolkiger Himmel schützen nur bedingt. Immerhin 75 Prozent der UV-Strahlung dringen bei lockerer Bewölkung noch durch. Sonnenschutz per AOK-App Doch wann ist es genug mit der Sonne? Die AOK-App »sun&air« (weitere Infos unter www. aok.de/bremen) kann dabei helfen, die Haut vor Schäden zu schützen. Die App berechnet je nach Hauttyp, Lichtschutzfaktor und Wetterlage am jeweiligen Standort, wann Sonnenbrand droht. Außerdem erfährt man den aktuellen Ozonwert. Bei hohen Ozonwerten sollte man körperliche Aktivitäten im Freien auf ein Minimum reduzieren. Zu hohe Ozonwerte belasten den Körper und können unter anderem Atembeschwerden verursachen. Keine Chance für Hautkrebs Die AOK Bremen/Bremerhaven bietet allen jungen Männern und Frauen ab dem 15. Geburtstag ein jährliches Hautkrebs-Screening bei einem ortsansässigen Dermatologen an. Wer sich in jungen Jahren häufig direkter Sonnenstrahlen aussetzt oder ins Solarium geht, hat ein größeres Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Ein hierzu qualifizierter Hausarzt oder ein Dermatologe begutachtet während der Untersuchung die gesamte Haut des Versicherten und fragt gezielt nach Hautveränderungen. Doch auch wenn einem selbst an der Haut Veränderungen auffallen, sollte man schnell einen Hautarzt aufsuchen, um den verdächtigen Fleck unter die Lupe nehmen zu lassen. Zumeist wird es Entwarnung geben. Doch der Erfolg einer Behandlung ist selbstverständlich höher, je früher sie erfolgt. www.aok.de/bremen > Leistungen & Services > Leistungen von A bis Z www.basta-magazin.de


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