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LAUFPASS 03/2017

können Einzel- und Gruppentherapien kombinieren oder zwischen beiden wechseln. Im Rahmen einer gemeinsamen Behandlung können zwei Therapeuten dem gleichen Patienten jeweils eine Einzel- und Gruppentherapie anbieten. Die Vorbeugung von Rückfällen (Rezidivprophylaxe) soll den Behandlungserfolg sichern und ist Teil der Langzeittherapie. Je nach vorheriger Behandlungsdauer können Patienten dafür künftig im Zeitraum von zwei Jahren zwischen acht und 16 Behandlungen in Anspruch nehmen. Die neue Psychotherapie-Richtlinie hat das Antrags-, Genehmigungs- und Begutachtungsverfahren erleichtert: Nachdem der Patient einen Antrag gestellt hat, können Kurzzeittherapien spätestens drei Wochen danach beginnen. Eine formale Genehmigung der Therapie mit Begutachtung ist nicht mehr notwendig. Diese ist nur noch bei Anträgen auf eine Langzeittherapie erforderlich. Zum Thema Psychotherapie beraten bei der AOK Bremen/Bremerhaven Marina Neue, Telefon: 0421 1761-333, E-Mail: Marina.Neue@hb.aok.de oder Andrea Pahl, Telefon: 0421 1761-574, E-Mail: Andrea.Pahl@hb.aok.de. SELBSTHILFEGRUPPEN Als Ergänzung einer Therapie kann oftmals eine Selbsthilfegruppe gut unterstützen. Hier kann man sich mit Gleichbetroffenen austauschen. Auch Angehörige und Menschen aus dem sozialen Umfeld finden in der Selbsthilfe ein »offenes Ohr«. Informationen über Selbsthilfegruppen gibt es beim Gesundheitsamt Bremerhaven, Ute Dumke, Telefon: 0471 5902291, E-Mail: Ute.Dumke@magistrat.bremerhaven.de und bei der Kontaktstelle »Bremerhavener Topf e. V.« ,Telefon: 0471 45050, www.selbsthilfebremerhavener topf.de. Sowie beim Netzwerk Selbsthilfe, Telefon: 0421 704581, www.netzwerk-selbsthilfe.com und www.selbsthilfe wegweiser.de. Am 8. und 9. September (Freitag 12-18 Uhr, Samstag 10-16 Uhr) finden in der Unteren Rathaushalle in Bremen die »16. Bremer Selbsthilfetage« statt. Über 50 Gruppen aus verschiedenen Themenbereichen und das Netzwerk Selbsthilfe beantworten an zwei Tagen Fragen. Mit einer Zusatzveranstaltung (6. September, 15-17 Uhr im Wall-Saal der Stadtbibliothek Bremen, Am Wall 201) sollen sowohl neue Wege durch die Junge Selbsthilfe als auch für den Generationswechsel in den Gruppen sowie die Chancen der Weiterentwicklung in der Selbsthilfe diskutiert werden. Zum Thema Selbsthilfeförderung berät bei der AOK Bremen/Bremerhaven Martina Hilker, Telefon: 0421 1761-291, E-Mail: Martina. Hilker@hb.aok.de. TETANUS- IMPFSCHUTZ IST WICHTIG Tetanus, auch Wundstarrkrampf genannt, ist eine lebensbedrohliche Erkrankung. Ob bei der Gartenarbeit oder beim Spielen: Bereits durch kleinste, unscheinbare Verletzungen wie Kratzer oder auch durch einen Dorn oder Splitter in der Haut können Tetanus-Erreger in den Körper eindringen. Die Bakterien produzieren ein starkes Nervengift, das eine tödliche Infektion auslösen kann. Nach grippeähnlichen Symptomen folgen starke Krämpfe meist zunächst im Kieferbereich. Sie weiten sich auf die Rückenmuskeln und die restliche Muskulatur sowie den Kehlkopf und das Zwerchfell aus. Ist die Erkrankung ausgebrochen, gibt es keine Behandlungsmöglichkeiten mehr. Man kann die Betroffenen dann nur noch in Narkose versetzen und über vier bis acht Wochen maschinell beatmen, bis das körpereigene Immunsystem die Krankheit besiegt hat. Ohne Behandlung droht der Tod durch Ersticken. EINZIGER SCHUTZ: IMPFEN! Den besten Schutz bietet die Tetanus-Impfung. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine Grundimmunisierung mit vier Impfdosen im Alter zwischen zwei und 14 Monaten. Vor Schulbeginn im Alter von etwa fünf bis sechs Jahren und dann noch einmal im Alter von neun bis 17 Jahren sollte der Schutz aufgefrischt werden. Danach genügt es, alle zehn Jahre die Impfung zu wiederholen. Die Impfung gegen Tetanus sollte in Kombination mit einer Diphtherie-Impfung durchgeführt werden – falls nicht bereits ein Impfschutz gegen Diphtherie besteht. Außerdem wird empfohlen, Erwachsene einmalig mit einem Kombinationsimpfstoff gegen Tetanus, Diphterie und Keuchhusten zu impfen. Die AOK Bremen/Bremerhaven übernimmt die Kosten für den Schutz gegen Tetanus. WEITERE INFORMATIONEN Unter www.aok.de/bremen gibt es weitere Informationen zu den Themen »Empfohlener Impfschutz für Babys und Kinder« und »Impfen – ja oder nein«.


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