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LAUFPASS 04/2016

Die Broschüre »Selbstständigkeit im Blick – Infos zum Pflege- stärkungsgesetz II« und den Flyer »Der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff« finden Sie unter : www.aok.de/pflege > Leistungen und Pflegemöglichkeiten > Das Zweite Pflegestärkungsgesetz. Ein anschauliches Erklärvideo zu dem neuen Gesetz gibt es ein Video unter www.youtube.com/aok. Informationen des Bundesministeriums Das Bundesministerium für Gesundheit infor- miert zum Pflegestärkungsgesetz II unter: www.bmg.bund.de/themen/ pflege/ pflegestaerkungsgesetze.html. erreicht. Das gilt auch für Demenzkranke, die bereits Leistungen erhalten. Mit der Überleitung in die Pflegegrade machen sie einen sogenannten Zwei-Stufen-Sprung und werden dadurch automatisch bessergestellt. Grundsatz »Rehabilitation vor Pflege« Die Selbstständigkeit so lange wie möglich zu erhalten oder wiederzugewinnen ist der Wunsch vieler älterer Menschen. Auch hier setzt das neue Begutachtungsinstrument an. Mit ihm soll nun klarer abgeleitet werden, ob und welche Präventions- und Rehabilitationsmaßnahmen dem Pflegebedürftigen helfen. Die Empfehlung des Gutachters für eine solche Maßnahme führt unmittelbar zu einem Rehabilitationsantrag, sofern die pflegebedürftige Person zustimmt. Soziale Absicherung von pflegenden Angehörigen Die Pflegekasse zahlt unter bestimmten Voraussetzungen Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung für Pflegepersonen, die einen Pflegebedürftigen, welcher Anspruch auf Leistungen aus der Pflegeversicherung hat, zu Hause pflegen. Ab 2017 bereits ab mindestens zehn Stunden wöchentlicher Pflege, verteilt auf regelmäßig zwei Tage in der Woche. Neu ist, dass die Pflegekasse nun auch Beiträge zur Arbeitslosenversicherung übernimmt, wenn wegen der Pflege die Beschäftigung unterbrochen oder ganz aufgegeben wird. Pflegepersonen sind während ihrer Pflegetätigkeit nach wie vor gesetzlich unfallversichert. service gesundheit 43 Checklisten Auf dem Pflegeportal der AOK Bremen/Bremer- haven gibt es unter www.aok.de/pflege viele Informationen und tolle Checklisten rund um das Thema der Pflege. AOK-Pflegenavigator Der AOK-Pflegedienstnavigator und der AOK- Pflegeheimnavigator unterstützen bei der Suche nach einem geeigneten Pflegedienstes oder Pfle- geheims: (www.aok-pflegedienstnavigator.de) und (www.aok-pflegeheimnavigator.de). Ansprechpartnerin der AOK Bremen/ Bremerhaven zum Thema Pflege: Manuela Bockelmann, Telefon: 0471 16-613 E-Mail: Manuela.Bockelmann@hb.aok.de HÄUFIGE FRAGEN ZUM PFLEGESTÄRKUNGSGESETZ II Muss ich mich als Pflegeleistungsempfänger um die Einstufung in den neuen Pflegegrad selbst kümmern? Sie müssen sich um gar nichts kümmern, das übernimmt Ihre Krankenkasse für Sie. Sie brauchen keinen Antrag stellen, Ihre Krankenkasse leitet Sie automatisch in einen Pflegegrad über. Dazu werden Sie auch rechtzeitig vor dem 1. Januar 2017 nochmal per Post informiert – selbstverständlich auch von der AOK Bremen/Bremerhaven. Muss ich mich neu begutachten lassen? Nein, pflegebedürftige AOK-Versicherte brauchen keinen neuen Antrag auf Begutachtung stellen. Sie werden automatisch in einen www.basta-magazin.de Pflegegrad übergeleitet. Soll ich Leistungen der Pflegeversicherung besser erst nächstes Jahr beantragen? Wer jetzt pflegebedürftig wird oder den Eindruck hat, pflegebedürftig geworden zu sein, sollte einen Leistungsantrag stellen. Bei Anerkennung der Pflegestufe oder der Feststellung einer eingeschränkten Alltagskompetenz erhalten Sie bereits in diesem Jahr Leistungen der Pflegeversicherung. Entsprechend den Überleitungsregelungen werden Sie 2017 in die Pflegegrade übergeleitet. Warte ich bis nächstes Jahr mit einem neuen Antrag, wenn sich mein Pflegezustand verschlechtert hat? Wer bereits pflegebedürftig ist und dessen Pflegezustand sich aktuell verschlechtert hat, sollte einen Höherstufungsantrag stellen. So erhalten Sie bereits in diesem Jahr bei einer höheren Pflegestufe höhere Leistungen. Entsprechend der neuen Pflegestufe werden Sie 2017 in einen Pflegegrad übergeleitet.


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