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LAUFPASS 04/2016

HÄUFIGE FRAGEN ZU ADHS ADHS oder nicht? Die Diagnose ADHS sollte ein spezialisierter Arzt vornehmen, weil das Krankheitsbild komplex ist. Sie bezeichnet eine Verhaltensstörung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit folgenden Hauptmerkmalen: Starke Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen Kinder mit ADHS haben Schwierigkeiten, sich über eine längere Zeit zu konzentrieren und schweifen mit ihren Gedanken ab. Sie beenden Aufgaben und Tätigkeiten vorzeitig, besonders wenn sie von anderen vorgegeben werden (zum Die Online-Hilfe www.adhs-elterntrainer.de: Das kostenlose AOK-Portal zur Unterstützung. Das »zentrale adhs-netz« www.zentrales-adhs-netz.de: Netzwerk von Prof. Dr. Manfred Döpfner zur Verbes- serung der Versorgung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit ADHS. Für Experten, Betroffene und Angehörige. Ansprechpartnerin für Bremerhaven: Frau Dr. A. Schneider, E-Mail: info@kjp-bremerhaven.de. service gesundheit 45 Selbsthilfegruppen Gesundheitsamt Bremerhaven: Ute Dumke, Tel. 0471 5902291, E-Mail: ute.dumke@ magistrat.bremerhaven.de und Selbsthilfe Bremerhavener Topf e. V., Tel. 0471 45050, www.selbsthilfe-bremerhavener-topf.de. In dem AOK-Forum »Eltern und Kind« www.aok.de > Leistungen & Services > AOK-Ratgeberforen: Direkter Austausch mit Experten der AOK für AOK-Versicherte. Weitere Infos Beispiel Hausaufgaben). Starke Impulsivität Betroffene Kinder können schlecht abwarten. Sie platzen mit Antworten heraus und unterbrechen häufig. Sie handeln plötzlich und unüberlegt. Alles muss sofort sein. Ausgeprägte körperliche Unruhe (Hyperaktivität) Kinder mit ADHS sind ständig in Bewegung. Das fällt besonders auf, wenn sich das Kind ruhig verhalten soll, beispielsweise im Unterricht oder bei den Hausaufgaben. Neben diesen Hauptmerkmalen können zusätzliche Probleme wie aggressives Verhalten und Leistungsdefizite auftreten. Oft leiden die Kinder zusätzlich unter Ablehnung durch Gleichaltrige. Wie stellt der Arzt ADHS bei meinem Kind fest? Die Ausprägung von ADHS ist von Kind zu Kind verschieden. Manche Kinder haben Aufmerksamkeitsprobleme, sind jedoch kaum hyperaktiv oder impulsiv. Deshalb ist die Diagnose von ADHS schwierig und kann nur durch einen spezialisierten Arzt gestellt werden. Das kann ein Kinder- und Jugendarzt mit entsprechender Weiterbildung oder ein Kinder- oder Jugendpsychiater sein. Der Arzt oder Therapeut spricht ausführlich mit den Eltern und dem Kind und führt verschiedene Untersuchungen sowie Tests durch. Die Kosten dafür übernimmt die Krankenkasse. Wie entsteht ADHS? Die Ursachen für die Entstehung von ADHS sind bis heute nicht umfassend geklärt. Nach neuesten Studien spielen unter anderem erbliche Faktoren eine wichtige Rolle. Ein Kind kann eine starke oder schwache Veranlagung für ADHS haben, die durch verschiedene Faktoren positiv oder negativ beeinflusst werden kann, wie zum Beispiel Erziehungsverhalten der Eltern, familiäre Situation, Bedingungen im Kindergarten oder in der Schule, Medienkonsum oder Bewegung. ADHS häufigste psychische Diagnose im Kindesalter Nach einer aktuellen Auswertung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) erhielten 4,4 Prozent der AOK-versicherten Kinder und Jugendlichen von drei bis 17 Jahren im Jahr 2014 die Diagnose ADHS. Damit ist die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung die häufigste psychische Diagnose im Kindesalter. Jungen sind dabei wesentlich öfter betroffen als Mädchen. „Unser Online-Angebot kann jedoch nicht nur Müttern und Vätern von Kindern mit ADHS helfen, sondern auch anderen Familien in ähnlich schweren Erziehungssituationen“, so AOK-Ärztin Maroß. www.basta-magazin.de


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