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Experiment: Brausepulver selber machen – die Entstehung von Kohlenstoffdioxid

Experiment: Brausepulver selber machen – die Entstehung von Kohlenstoffdioxid

Brausepulver selber machen. (Bild: Agentur jeschke .)

Mögt Ihr gerne Brause-Süßigkeiten? Dann habt Ihr jetzt die Möglichkeit, Brause selber zu machen und ganz nebenbei noch etwas über chemische Reaktionen zu lernen!

WARNHINWEISE

Da bei diesem Experiment mit kristalliner Zitronensäure gearbeitet wird, sollte es unter der Aufsicht eines Erwachsenen durchgeführt werden. Die Zitronensäure kann die Schleimhäute stark reizen bzw. wirkt ätzend. Darum muss darauf geachtet werden, dass diese nicht eingeatmet wird und auch nicht in die Augen gelangt. Brausepulver sollte außerdem nicht in großen Mengen verzehrt werden, weil dies zu Bauchschmerzen führen kann.

Material

für die Zubereitung von 175 g
Brausepulver benötigen wir:

– 6 El. Puderzucker oder Zucker (90 g)
– 6 El. kristalline Zitronensäure (30 g)
– 2 El. Natron oder Backpulver (30 g)
– 2 bis 3 El. Wackelpuddingpulver (30 – 37 g )

Einige kleine Schraubverschlussgläser
zum Abfüllen des Brausepulvers.

Alle benötigten Materialien bereitlegen. Wenn kein Puderzucker zur Hand sein sollte, kann man auch Kristallzucker kleinmörsern.

Den Puderzucker, die Zitronensäure, das Natron und das Wackelpuddingpulver in eine große Schüssel geben und die Pulvermischung kräftig durchrühren, damit sich die pulverigen Zutaten gut vermischen.

Das Brausepulver muss nach der Herstellung trocken gelagert werden. Dafür eignen sich kleine Schraubgläser, wie beispielsweise Marmeladengläser.

Mit einem schönen, selbstgemalten Etikett beklebt, ist das Glas mit selbstgemachter Brause ein tolles Geschenk.

ERKLÄRUNG

Kommt das Brausepulver mit Wasser oder Speichel, der ja auch Wasser enthält in Berührung, beginnt eine Kette chemischer Reaktionen. Einfach gesagt: Der Feststoff Zitronensäure reagiert mit der Flüssigkeit Wasser und bildet flüssige Zitronensäure, die dann wiederum mit dem Natron reagiert und dadurch das Gas Kohlenstoffdioxid freisetzt.

Genauer betrachtet, reagiert im ersten Schritt das Salz des Zitronensäurepulvers, das sogenannte Natriumcitrat (Na3C6H5O7), mit dem Wasser (H2O) und bildet eine säurehaltige (leicht alkalische) Lösung, die Zitronensäure bzw. Carbonsäure (C6H8O7). Natron besteht zum größten Teil aus Natriumhydrogencarbonat (Na2CO3). Dabei handelt es sich um das Natriumsalz der Kohlensäure (H2CO3), welches mit Säuren reagiert. Das Natriumcarbonat reagiert im zweiten Schritt mit der Zitronensäure und neutralisiert die Säuren, indem es aufschäumt und dabei das saure Gas Kohlenstoffdioxid (CO2) und Wasser freisetzt (das Gas CO2 wird umgangssprachlich auch Kohlensäure genannt, dies ist aber etwas anderes). Was so schön auf der Zunge prickelt, sind also die schäumende Reaktion und das freigesetzte Gas.

Autor: Marianne Büsing

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