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Spielen: Stift & Papier

Spielen: Stift & Papier

Spielen: Pen- und Paper-Rollenspiele (Foto: DomCritelli/shutterstock.com)

Mantel, Schwert & Zauberstab
Das Spiel für Jugendliche und Erwachsene

Eines der erfolgreichsten Pen-&-Paper-Rollenspiele in Deutschland ist das 1984 veröffentliche und aus der Feder des Fantasy-Autors Ulrich Kiesow stammende »Das schwarze Auge« (DSA). Ein absoluter Klassiker im Genre, der sich, wie auch der amerikanische Vertreter »Dungeons and Dragons« stark an der Fantasy Vorlage von J.R.R. Tolkiens Herr der Ringe orientiert. Menschen, Elfen, Orks, Zwerge und weitere fantastische Kreaturen bewohnen Aventurien – die Spielwelt des Schwarzen Auges – und bestreiten gemeinsam Abenteuer, die ihre Grenzen nur in der eigenen Vorstellungskraft finden.

In den Abenteuern schlüpfen die Spieler in verschiedene Rollen: Der starke Krieger, der mit Schwert und Schild in den Kampf zieht, der Streuner, der flink und agil seinen Opfern zusetzt und Schlösser knackt oder die Magierin, welche die Elemente beherrscht und diese für sich nutzt. Aber in DSA wird nicht nur gekämpft, denn auch Sprachgewandtheit, Geschick und Intelligenz wird von den Spielern und ihren Charakteren verlangt.

Die Spielgruppe setzt sich aus dem Spielleiter und mehreren Helden zusammen. Ersterer führt die Gruppe erzählerisch durch die Abenteuer und fungiert gleichzeitig als Spieler aller anderen Figuren, denen die Abenteurer begegnen. Den Spielablauf kann man sich aber ungefähr so vorstellen: Während der Erzählungen können die Spieler jederzeit in das Geschehen eingreifen und Entscheidungen fällen und dadurch den Fortgang der Geschichte mitbestimmen. Dabei stellt der Spielleiter die Spieler vor diverse Herausforderungen und Situationen, die von der Gruppe gemeistert werden müssen. Die Spieler entscheiden selbst wie sie an diese herangehen, der eigenen Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Die einzige Restriktion stellen dabei die Fähigkeiten der Spielfiguren dar. Egal was sich die Spieler vornehmen, der potentielle Erfolg wird mit dem Rollen der Würfel ermittelt. Möchte ich beispielsweise eine Mauer erklimmen, muss ich eine »Klettern-Probe« würfeln. Habe ich dabei eine Fähigkeit von 12, muss ich einen Wert darunter treffen, sonst droht der Spielfigur der Fall in die Tiefe. Verfügt ein Spielercharakter über eine gute Sinnesschärfe kann er oder sie auch eine Probe darauf würfeln und eventuell einen Geheimgang entdecken, der sonst verborgen bleiben würde. Auch schauspielerisches Talent ist gefragt, damit die Spieler ihren Figuren Leben einhauchen. Der Krieger kann zum Beispiel mürrisch und schlecht gelaunt sein oder die Magierin ist neugierig und will selbst die finsterste Höhle unbedingt erkunden. Es obliegt den Spielern selbst zu entscheiden, wie sich der Charakter ihrer Figur gestaltet und wie sie diesen spielen möchten.

An Material braucht es nicht viel um DSA zu spielen. Die sogenannten Charakterbögen, welche die Eigenschaften und Fähigkeiten der Spielfigur wiedergeben, können einfach aus dem Internet heruntergeladen werden. Darüber hinaus sind Stifte für Notizen und Würfel, um Talentproben zu würfeln, nötig. Wie bei vielen anderen Pen-&-Paper Spielen üblich, werden neben den klassischen sechsseitigen Würfeln (W6) auch zehnseitige (W10) und zwanzigseitige (W20) benutzt. Man kann eigene Geschichten entwerfen oder Abenteuerbücher nutzen und die Inhalte gegebenenfalls anpassen.

WEITERE INFOS, ABENTEUER UND BÜCHER:
https://ulisses-spiele.de/spielsysteme/dsa5/
CHARAKTERBÖGEN:
www.ulisses-spiele.de/downloads

Autor: Björn Gerken

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