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Das BoDo-Syndrom

Das BoDo-Syndrom

Luca Deichwalker

Wer dachte, die Evolution würde nur eine Richtung kennen, wird seit geraumer Zeit eines Besseren belehrt. Das BoDo-Syndrom sorgt weltweit für Erstaunen und Entsetzen. Dabei sind Boris und Donald nur die Spitze des Scheißbergs, aber am Ende beispielhaft für die soziokulturelle und intellektuelle Erosion an der Spitze vieler ehemals demokratischer, weltoffener und moderner Gesellschaften. 

Die Briten haben die EU maßgeblich mitentwickelt und gelten als Mutterland der europäischen Demokratie. Nun wurde aus dem ehren­werten Parlament ihrer Majestät eine Kasperbude der „MeNotEu“-Populisten. Die USA – entstanden durch Eroberung, Massenmord und Einwanderung – zeigen sich geschichtsvergessen und formulieren als jüngste westliche Gesellschaft ein eigenes Nationenbild, das humanitäre Ausgrenzung, ökonomischen Terror und globale Konflikte als neues Regelverhalten etabliert.

Hetze statt politischer Diskurs. Es sage niemand, er, sie, es habe es nicht gewusst! Die Tragik: Das BoDo-Syndrom weist auch anderen Populisten aller Länder den Weg zur Machtergreifung: geradeaus durch die idiotischen Hirnwindungen der Geschichtsvergessenen. Es gäbe da allerdings einen Weg, die Welt zu retten:

Einfach mal Demokraten wählen, sagt der blöde Hund!

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