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100 beste Plakate 18. – Internationaler Wettbewerb zum ersten Mal in Norddeutschland

Nach Stationen in Berlin, Wien, Zürich, Seoul und Lausanne zeigt das Wilhelm Wagenfeld Haus die internationale Wanderausstellung jetzt in Bremen. Zu sehen sind die Ergebnisse des renommierten Wettbewerbs zum aktuellen Plakatdesign in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Als ältestes Informationsmedium im öffentlichen Raum büßt das Plakat bis heute nichts von seiner Wirksamkeit ein – trotz der Konkurrenz digitaler Bildmedien. Die Ausstellung beweist, wie vielfältig und lebendig gerade die aktuelle Plakatkultur ist.

Am Standort Bremen wird ein besonderes Ausstellungskonzept verfolgt. Die Präsentation im Wilhelm Wagenfeld Haus gliedert die ausgezeichneten Arbeiten nach Themen, die einen Einblick in formale und inhaltliche Besonderheiten erlauben. Das Kapitel „Das politische Plakat“ zeigt beispielsweise, dass Gestalter*innen das Medium heute wieder vermehrt nutzen, um politische Meinungen und gesellschaftliche Anliegen in den öffentlichen Raum tragen. Die Gruppe „Schrift als Bildmedium“ versammelt Plakate, die Buchstaben nicht nur als Informationsträger einsetzen, sondern mit ihrer Form und den Größenverhältnissen experimentieren. Ein Themenraum widmet sich der Sicht auf den menschlichen Körper in digitalen Zeiten. Viele Plakatentwürfe zeigen ineinander verschlungene Figuren, fragmentieren den Körper oder lösen ihn auf. Gerade junge Graphiker*innen testen auch die Grenzen und Möglichkeiten des analogen Plakats. Ihre Entwürfe können mit einer App auf dem Smartphone-Display zum Leben erweckt werden.

Für diese Ausgabe des Wettbewerbs wählte eine Jury aus 2.353 Plakaten die „100 besten Plakate“ aus. Der Wettbewerb sieht weder formale noch inhaltliche Einschränkungen vor. Diese Offenheit spiegelt sich in der breit gefächerten Auswahl der Arbeiten wider. Grund dafür ist sicher auch ein weiteres Merkmal dieses Projekts: Die eingereichten Plakate von professionellen Gestaltern und Studierenden werden gleichberechtigt nebeneinander präsentiert.

1966 wurden in der DDR erstmals herausragende Plakate prämiert und ausgestellt. 1980 erhielt dieser Wettstreit den Titel 100 Beste Plakate. Dank erfolgreicher Bemühungen des Verbands der Grafik-Designer e.V. konnte der Wettbewerb nach der Wende 1989 erhalten und weiter ausgebaut werden. Im Jahr 2002 lag mit den „100 besten Plakaten 01“ die erste deutsch-österreichisch-schweizerische Auswahl vor – 2020 gastiert der 18. Wettbewerb das erste Mal in Bremen.

100 BESTE PLAKATE XVIII | Bis zum 9. August 2020 | WWW.WILHELM-WAGENFELD-STIFTUNG.DE

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