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Erhebt Euch gegen das Imperium

Erhebt Euch gegen das Imperium
Foto: Harold Escalona / Shutterstock.com

Wenige US-Kritiker schafften es als Präsidenten auf die internationalen Bühnen der globalen Inszenierungen. Und noch weniger hatten den Mut, die offensichtlichen Tatsachen klar anzusprechen. Hugo Chavez war einer von ihnen.

Lucide und kämpferisch – im Rückblick aber auch naiv, in Anbetracht der Übermacht der US-amerikanisch angeführten Globalisten: Die Rede von Venezuelas Präsident Hugo Chavez vor den Vereinten Nationen am 20. Juni 2006. Sie ist auch aus heutiger Sicht voller Klarheit und Stärke – und sah voraus, was geschehen würde, wenn man den Teufel nicht aufhalten könnte.

Zitat Anfang: „Frau Präsidentin, Exzellenzen, Staatschefs, Regierungschefs und hochrangige Repräsentanten aus der ganzen Welt. Guten Morgen Ihnen allen.

Zuallererst möchte ich, mit allem Respekt, alle von Ihnen, die noch nicht die Gelegenheit hatten, einladen, dieses Buch zu lesen, das wir gelesen haben: Noam Chomsky, einer der angesehensten Intellektuellen Amerikas und der Welt. Eines von Chomskys neuesten Werken: „Hegemony or Survival – America’s Quest for Global Dominance“ (Hegemonie oder Überleben – Amerikas Streben nach Globaler Vorherrschaft, deutscher Titel: Hybris).

Ein ausgezeichnetes Stück, um uns zu helfen zu verstehen, was in der Welt im 20. Jahrhundert geschehen ist, was jetzt geschieht und die größte Gefahr, die über unserem Planeten schwebt: der hegemoniale Anspruch des US-Imperialismus, der das tatsächliche Überleben der menschlichen Rasse gefährdet. Wir warnen weiter vor dieser Gefahr und rufen die Menschen der USA und der Welt auf, diese Bedrohung, die wie das Damoklesschwert ist, aufzuhalten.

Ich hatte geplant, ein Kapitel vorzulesen, aber um der Zeit willen werde ich es bei der Empfehlung belassen. Es ist schnell zu lesen. Es ist wirklich gut. Frau Präsidentin, Sie kennen es sicherlich. Es wurde in Englisch, Deutsch, Russisch und Arabisch veröffentlicht. Sehen sie, ich glaube, dass unsere Brüder und Schwestern in den Vereinigten Staaten die ersten Bürger sein sollten, die diesen Buch lesen, da die Gefahr in ihrem eigenen Haus ist.

Der Teufel ist in ihrem Haus. Der Teufel, der Teufel selbst ist in ihrem Haus.

Der Teufel kam gestern hierher. Gestern war der Teufel hier, an genau diesem Ort. Der Tisch, von dem ich spreche, riecht noch immer nach Schwefel. Gestern, Damen und Herren, kam in genau diesen Saal der Präsident der Vereinigten Staaten, den ich „Den Teufel“ nenne, und sprach, als gehöre ihm die Welt. Es erforderte einen Psychiater, die gestrige Rede des US-Präsidenten zu analysieren.

Als Sprecher des Imperialismus kam er, um uns seine Rezepte für den Erhalt des derzeitigen Systems der Dominanz, Ausbeutung und Plünderung der Menschen der Welt zu geben. Es würde einen guten Alfred Hitchcock-Film ergeben. Ich könnte sogar einen Titel vorschlagen: „Das Rezept des Teufels“. Das soll heißen, dass der US-Imperialismus – und hier spricht Chomsky mit kristallener Klarheit – verzweifelte Anstrengungen unternimmt, um sein hegemonisches System der Dominanz zu festigen. Wir können nicht gestatten, dass dies geschieht, wir können ihnen nicht gestatten, eine Weltdiktatur aufzubauen, eine Weltdiktatur zu festigen.

Die Rede des tyrannischen Präsidenten der Welt war voller Zynismus, voller Heuchelei. Es ist diese imperiale Heuchelei, mit der er versucht, alles zu kontrollieren. Sie wollen uns das von ihnen ersonnene demokratische Modell aufzwingen, die falsche Demokratie der Eliten. Mehr noch, ein sehr originelles demokratisches Modell, aufgezwungen mit Explosionen, Bombardements, Invasionen und Kanonenschüssen. Das ist mal eine Demokratie! Man müsste noch einmal die These von Aristoteles und den ersten Griechen, die von Demokratie sprachen, begutachten, um zu sehen, welches Modell der Demokratie durch Marineinfanteristen, Invasionen, Aggressionen und Bomben aufgezwungen wird.

Der US-Präsident sagte gestern folgendes in diesem Saal, ich zitiere: „wo immer Sie sich hinwenden, hören Sie Extremisten, die Ihnen sagen, dass Sie Ihrem Elend entkommen und Ihre Würde wiedererlangen können durch Gewalt und Terror und Märtyrertum.“ Wo immer er hinschaut, sieht er Extremisten. Ich bin sicher, er sieht Dich, Bruder, mit Deiner Hautfarbe, und denkt, Du seiest ein Extremist. Mit seiner Farbe ist der ehrwürdige Präsident von Bolivien, Evo Morales, der gestern hier war, ein Extremist. Die Imperialisten sehen überall Extremisten. Nein, es ist nicht so, dass wir Extremisten wären. Was passiert ist, dass die Welt aufwacht und die Menschen sich überall erheben. Ich habe den Eindruck, Herr Imperialisten-Diktator, dass Sie für den Rest Ihrer Tage in einem Alptraum leben werden, weil wir uns, gleichgültig, wo Sie hinblicken, gegen den US-Imperialismus erheben werden.

Ja, sie nennen uns Extremisten, uns, die wir vollständige Freiheit in der Welt, Gleichheit unter den Menschen und Respekt für staatliche Souveränität fordern.

Wir erheben uns gegen das Imperium, gegen das Modell der Dominanz.

Später sagte der Präsident: „Heute möchte ich direkt zu den Menschen im weiteren Mittleren Osten sprechen: Mein Land wünscht Frieden.“

Das ist gewiss. Wenn wir durch die Straßen der Bronx, wenn wir durch die Straßen von New York, Washington, San Diego, California, jeder Stadt, San Antonio, San Francisco gehen und wir die Menschen auf der Straße fragen: die Menschen der USA wollen Frieden. Der Unterschied ist, dass die Regierung dieses Landes, der USA, keinen Frieden will, sie will uns ihr Modell der Ausbeutung und Plünderung und ihre Hegemonie mit der Drohung des Krieges aufzwingen. Das ist der kleine Unterschied. Die Menschen wollen Frieden, und was passiert im Irak? Und was passierte im Libanon und in Palästina? Und was ist in den letzten 100 Jahren in Lateinamerika und der Welt geschehen, und nun die neuen Drohungen gegen Venezuela, neue Drohungen gegen den Iran? Er sprach zum Volk des Libanons: „Viele von Ihnen erlebten, wie Ihre Häuser und Gemeinschaften ins Kreuzfeuer gerieten.“ Was für ein Zynismus! Was für eine Fähigkeit, himmelschreiend vor aller Welt zu lügen! Die Bomben in Beirut, abgefeuert mit millimetergenauer Präzision sind „Kreuzfeuer“? Ich glaube, der Präsident denkt an Western-Filme, wo so aus der Hüfte schießen und jemand ins Feuer gerät.

Imperialistisches Feuer! Faschistisches Feuer! Mörderisches Feuer! Völkermordendes Feuer gegen die unschuldigen Menschen von Palästina und Libanon durch das Imperium und Israel. Das ist die Wahrheit. Jetzt sagen sie, sie wären aufgeregt, die Zerstörung von Häusern zu sehen.

Schließlich kam der US-Präsident, um zu den Menschen zu sprechen und um zu sagen, „Ich habe einige Dokumente mitgebracht, Frau Präsidentin“. Diesen Morgen sah ich einige Reden, während ich meine überarbeitete. Er sprach zu den Menschen Afghanistans, den Menschen des Libanons, den Menschen des Iran. Man fragt sich, während man hört, wie der US-Präsident zu diesen Menschen spricht, was diese Menschen zu ihm sagen würden. Ich glaube, ich habe eine Vorstellung, da ich die Seelen der Mehrheit dieser Menschen kenne, die Menschen des Südens, die geknechteten Völker würden sagen: “Yankee-Imperialist, geh nach Hause!“ Das wäre der Ruf, der um die Welt ginge, wenn diese Menschen mit nur einer Stimme zu dem US-Imperium sprechen könnten.

Daher, Frau Präsidentin, Kollegen und Freunde, letztes Jahr kamen wir in diesen selben Saal, wie in den vergangenen acht Jahren und wir sagten etwas, das sich nun vollständig bestätigt hat. Ich glaube, dass fast niemand in diesem Raum aufstehen würde, um das System der Vereinten Nationen zu verteidigen. Lassen sie es uns ehrlich zugeben, das UN-System, das nach dem 2. Weltkrieg entstand, ist zusammengebrochen, zerschmettert, es funktioniert nicht. Nun, OK. Hierher zu kommen und Reden zu halten und sich einmal im Jahr zu besuchen, ja, dafür funktioniert es. Und lange Dokumente auszufertigen und gute Reden wie Evos gestern und Lulas zu hören und darüber nachzudenken, ja, dafür funktioniert es. Und viele Reden, wie jene, die wir gerade vom Präsidenten von Sri Lanka und dem Präsidenten von Chile hörten. Aber wir haben diese Versammlung in ein nur noch beratendes Organ verwandelt, ohne jegliche Macht, den geringsten Einfluss auf die schreckliche Realität, die die Welt erfährt, zu nehmen. Daher schlagen wir hier und heute, am 20. September, vor, die Vereinten Nationen neu zu gründen. Im vergangenen Jahr, Frau Präsidentin, machten wir vier zurückhaltende Vorschläge, von denen wir glauben, dass sie dringend von den Staatschefs, Regierungschefs, Botschaftern und Abgesandten verabschiedet werden müssen.

Erstens: Expansion. Gestern sagte Lula das gleiche. Der Sicherheitsrat, seine ständigen als auch seine nichtständigen Sitze, müssen für neue Mitglieder aus entwickelten, unterentwickelten und Ländern der Dritten Welt geöffnet werden. Das hat höchste Priorität.

Zweitens: Die Anwendung effektiver Methoden zur Behandlung und Lösung von weltweiten Konflikten. Transparente Methoden der Diskussion und der Entscheidungsfindung.

Drittens: Die unverzügliche Abschaffung des antidemokratischen Veto-Mechanismus, der Veto-Macht über Entscheidungen des Sicherheitsrates, scheint uns grundlegend zu sein und wird von allen gefordert. Hier ist ein kürzliches Beispiel: das unmoralische Veto der US-Regierung, das es den israelischen Streitkräften erlaubte, den Libanon zu zerstören, vor unser aller Augen, indem es eine Resolution des UN-Sicherheitsrates verhinderte.

Viertens: Wie wir immer sagen, ist es notwendig, die Rolle, die Macht des Generalsekretärs der Vereinten Nationen zu stärken. Gestern hörten wir die Rede des Generalsekretärs, der sich dem Ende seiner Amtszeit nähert. Er erinnerte sich, dass die Welt in diesen zehn Jahren komplizierter geworden ist und dass sich die ernsten Probleme in der Welt, der Hunger, die Armut, die Gewalt und Verletzung von Menschenrechten, verschärft haben. Dies ist eine schreckliche Folge des Zusammenbruchs des UN-Systems und der imperialen Ansprüche der USA.

Frau Präsidentin, unseren Status als Mitglied anerkennend, entschloss sich Venezuela vor mehreren Jahren, diese Schlacht innerhalb der UN mit unserer Stimme, unseren bescheidenen Überlegungen zu führen. Wir sind eine unabhängige Stimme, die die Würde und die Suche nach Frieden, die Schaffung eines internationalen Systems zur Verfolgung und Anprangerung hegemonischer Aggression gegen Menschen weltweit repräsentiert. So hat Venezuela seinen Namen präsentiert. Das Heimatland von Bolívar hat seinen Namen als einen Kandidaten für einen nichtständigen Sitz im Sicherheitsrat präsentiert. Natürlich wissen Sie alle, dass die US-Regierung einen offenen Angriff, einen unmoralischen globalen Angriff begonnen hat, um zu verhindern, dass Venezuela frei dazu gewählt wird, den offenen Sitz im Sicherheitsrat zu übernehmen. Sie haben Angst vor der Wahrheit. Das Imperium hat Angst vor der Wahrheit und vor unabhängigen Stimmen. Sie beschuldigen uns, Extremisten zu sein. Sie sind die Extremisten.

Ich möchte allen Ländern danken, die ihre Unterstützung für Venezuela angekündigt haben, selbst wenn die Wahl geheim und es für niemanden nötig ist, ihre Wahl zu enthüllen. Aber ich glaube, dass die offene Aggression des US-Imperiums die Unterstützung vieler Länder verstärkt hat, was wiederum Venezuela, unser Volk, unsere Regierung, moralisch gestärkt hat. Unsere Brüder und Schwestern von MERCOSUR haben beispielsweise als Block ihre Unterstützung für Venezuela angekündigt. Wir sind jetzt ein vollständiges Mitglied von MERCOSUR, zusammen mit Brasilien, Argentinien, Uruguay, Paraguay – viele weitere Länder Lateinamerikas wie Bolivien und alle CARICOM-Staaten haben ihre Unterstützung für Venezuela zugesichert. Die ganze Arabische Liga hat ihre Unterstützung für Venezuela angekündigt. Ich danke der arabischen Welt, unseren Brüdern der arabischen Welt und der Karibik. Die Afrikanische Union, fast alle Länder der afrikanischen Union, haben ihre Unterstützung für Venezuela zugesichert als auch andere Länder wie Russland, China und viele weitere auf der ganzen Welt. Ich spreche Ihnen allen im Namen Venezuelas, im Namen unseres Volkes und im Namen der Wahrheit meinen tiefsten Dank aus, weil Venezuela nach der Übernahme eines Sitzes im Sicherheitsrat dort nicht nur die Stimme Venezuelas, sondern auch die Stimme der Dritten Welt, die Stimme der Völker des Planeten, einbringen wird. Dort werden wir Würde und Wahrheit verteidigen.

Trotz all diesem glaube ich, Frau Präsidentin, dass es Gründe gibt, optimistisch zu sein. Hoffnungslos optimistisch, wie ein Poet sagen würde, weil man jenseits dieser Drohungen, Bomben, Kriege, Aggressionen, Präventivkriegen und der Zerstörung ganzer Völker das Heraufziehen eines neuen Zeitalters beobachten kann.

Wie Silvio Rodríguez singt: „La era está pariendo un corazón“ [„Das Zeitalter gebiert ein Herz“].

Hier die Rede von Hugo Chavez im Original, weiter unten das Video mit englischer Übersetzung:

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Alternative Tendenzen, alternative Gedanken und eine Jugend mit ausgeprägten Vorstellungen tauchen auf. Innerhalb knapp eines Jahrzehnts hat sich gezeigt, dass die Theorie vom Ende der Geschichte völlig falsch war. Die Errichtung des amerikanischen Imperiums, der amerikanische Friede, die Errichtung des kapitalistischen, neoliberalen Modells, das Elend und Armut schafft – alle völlig falsch. Die These ist völlig falsch und wurde fallengelassen. Jetzt muss die Zukunft der Welt bestimmt werden. Es gibt ein neues Morgenrot auf diesem Planeten, das überall in Lateinamerika, Asien, Afrika, Europa, Ozeanien gesehen werden kann. Ich möchte diese Vision des Optimismus betonen, um unser Gewissen und unseren Willen zu festigen, für die Rettung der Welt zu kämpfen und eine neue, bessere Welt zu schaffen.

Venezuela ist in diesen Kampf eingetreten, und dafür werden wir bedroht.

Die USA haben bereits einen Putsch in Venezuela geplant, finanziert und begonnen. Die USA unterstützen weiterhin Putschisten in Venezuela. Und sie unterstützen weiterhin Terrorismus gegen Venezuela.

Präsidentin Michelle Bachelet erinnerte vor einigen Tagen … Entschuldigung, ich meine vor ein paar Minuten … an die schreckliche Ermordung des früheren chilenischen Außenministers Orlando Letelier. Ich möchte nur folgendes hinzufügen: die schuldigen Parteien sind frei. Die für diese Tat, bei der auch ein US-Bürger getötet wurde, Verantwortlichen sind Nordamerikaner der CIA. Terroristen der CIA.

Zusätzlich müssen wir hier in diesem Raum uns daran erinnern, dass in einigen Tagen der 30. Jahrestag dieses Mordes und des schrecklichen Terroranschlags, bei dem ein Flugzeug der Cubana de Aviacíon mitten im Flug in die Luft gejagt wurde, wobei 73 unschuldige Menschen getötet wurden, sein wird. Und wo ist der schlimmste Terrorist dieses Kontinents, der zugegeben hat, der geistige Vater der Flugzeug-Sabotage zu sein? Er war einige Jahre in Venezuela im Gefängnis, entkam aber mit Hilfe von CIA-Beamten und der damaligen venezolanischen Regierung. Jetzt lebt er hier in den USA, geschützt durch die Regierung, obwohl er verurteilt wurde und gestanden hat. Die US-Regierung besitzt eine Doppelmoral und schützt Terrorismus.

Diese Überlegungen sollen zeigen, dass Venezuela dem Kampf gegen Terrorismus und gegen Gewalt verpflichtet ist und mit allen Menschen zusammenarbeitet, die für Frieden und eine gerechte Welt kämpfen.

Ich sprach von dem kubanischen Flugzeug. Luis Posada Carriles ist der Name jenes Terroristen. Er wird hier geschützt wie die korrupten Flüchtlinge, die aus Venezuela flohen. Eine Gruppe von Terroristen, die Bomben in Botschaften mehrerer Länder legten, unschuldige Menschen während des Putsches ermordeten und diesen bescheidenen Diener entführten. Sie wollten mich hinrichten, aber Gott streckte seine Hand aus, zusammen mit einer Gruppe guter Soldaten und dem Volk, das auf die Straßen ging. Es ist ein Wunder, dass ich hier bin. Die Anführer dieses Putsches und dieser Terroranschläge sind hier, geschützt durch die US-Regierung. Ich beschuldige die US-Regierung, Terrorismus zu schützen und eine völlig zynische Rede gehalten zu haben.

Da ich gerade von Kuba spreche, wir gingen glücklich nach Havana. Wir waren dort mehrere Tage. Während des G-15-Treffens und des NAM-Treffens war die Dämmerung eines neuen Zeitalters durch eine historische Resolution und Abschlussdokument offenkundig. Keine Sorge. Ich werde es nicht alles vorlesen. Aber hier ist eine Sammlung von Resolutionen, die in offenen Diskussionen mit Transparenz geschaffen wurden. Mit mehr als 50 Staatsoberhäuptern war Havana eine Woche lang die Hauptstadt des Südens. Wir haben die Bewegung der Blockfreien neu gestartet. Und wenn es etwas gibt, um das ich Sie alle, meine Brüder und Schwestern, bitten kann, dann ist dies, bitte der Stärkung der NAM Ihre Unterstützung zu gewähren, die so wichtig für das Auftauchen eines neuen Zeitalters, für die Verhinderung von Hegemonie und Imperialismus ist. Auch wissen Sie alle, dass wir Fidel Castro zum Präsidenten der NAM für die nächsten drei Jahre ernannt haben, und wir sind sicher, dass Compañero Präsident Fidel Castro die Aufgabe mit großer Effektivität erfüllen wird. Jene, die wollten, dass Fidel stirbt, nun, sie sind weiterhin frustriert, da Fidel bereits wieder in seiner olivgrünen Uniform steckt und nun nicht nur der Präsident Kubas, sondern auch der Präsident der NAM ist.

Frau Präsidentin, liebe Kollegen, Präsidenten, eine sehr starke Bewegung des Südens entstand dort in Havana. Wir sind Männer und Frauen des Südens. Wir sind Inhaber dieser Dokumente, dieser Ideen, Meinungen und Gedanken. Ich habe meine Mappe und das von mir mitgebrachte Buch bereits geschlossen. Vergessen Sie es nicht. Ich empfehle es wirklich. Mit großer Demut versuchen wir Ideen zur Rettung des Planeten beizutragen, um ihn von der Bedrohung durch den Imperialismus zu retten. Und bald, so Gott will.

Früh in diesem Jahrhundert, so Gott will, so dass wir selbst mit unseren Kindern und Enkelkindern eine friedliche Welt sehen und erfahren können, unter den grundlegenden Regeln der UN, erneuert und verlegt. Ich glaube, dass die UN ihren Sitz in einem anderen Land, in einer Stadt im Süden finden müssen. Wir haben dies aus Venezuela vorgeschlagen. Sie alle wissen, dass mein medizinisches Personal im Flugzeug eingesperrt bleiben musste. Der Leiter meiner Sicherheit ist in dem Flugzeug eingeschlossen. Sie erlauben ihnen nicht, zu den Vereinten Nationen zu kommen. Ein weiterer Missbrauch und Skandal, dessen persönliche Anlastung an den schwefligen Teufel wir erbitten. Aber Gott ist mit uns.

Eine herzliche Umarmung, und möge Gott uns alle schützen. Guten Tag.“

Hier die Rede von Hugo Chavez mit Englischer Übersetzung:

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Hugo Rafael Chávez Frías (* 28. Juli 1954 in Sabaneta; † 5. März 2013 in Caracas) war ein venezolanischer Offizier und Politiker.Von 1999 bis zu seinem Tod 2013 war er der 62. Staatspräsident Venezuelas. Mit seiner Programmatik berief sich Chávez auf sein Vorbild Simón Bolívar und dessen Einsatz für ein vereintes Südamerika.

Originaltext:

September 23, 2006
Address to the United Nations

Rise Up Against the Empire

By HUGO CHAVEZ

Representatives of the governments of the world, good morning to all of you. First of all, I would like to invite you, very respectfully, to those who have not read this book, to read it.

Noam Chomsky, one of the most prestigious American and world intellectuals, Noam Chomsky, and this is one of his most recent books, ‚ Hegemony or Survival: The Imperialist Strategy of the United States.'“ [Holds up book, waves it in front of General Assembly.] „It’s an excellent book to help us understand what has been happening in the world throughout the 20th century, and what’s happening now, and the greatest threat looming over our planet.

The hegemonic pretensions of the American empire are placing at risk the very survival of the human species. We continue to warn you about this danger and we appeal to the people of the United States and the world to halt this threat, which is like a sword hanging over our heads. I had considered reading from this book, but, for the sake of time,“ [flips through the pages, which are numerous] „I will just leave it as a recommendation.

It reads easily, it is a very good book, I’m sure Madame [President] you are familiar with it. It appears in English, in Russian, in Arabic, in German. I think that the first people who should read this book are our brothers and sisters in the United States, because their threat is right in their own house.

The devil is right at home. The devil, the devil himself, is right in the house.

„And the devil came here yesterday. Yesterday the devil came here. Right here.“ [crosses himself] „And it smells of sulfur still today.

Yesterday, ladies and gentlemen, from this rostrum, the president of the United States, the gentleman to whom I refer as the devil, came here, talking as if he owned the world. Truly. As the owner of the world.

I think we could call a psychiatrist to analyze yesterday’s statement made by the president of the United States. As the spokesman of imperialism, he came to share his nostrums, to try to preserve the current pattern of domination, exploitation and pillage of the peoples of the world.

An Alfred Hitchcock movie could use it as a scenario. I would even propose a title: „The Devil’s Recipe.“

As Chomsky says here, clearly and in depth, the American empire is doing all it can to consolidate its system of domination. And we cannot allow them to do that. We cannot allow world dictatorship to be consolidated.

The world parent’s statement — cynical, hypocritical, full of this imperial hypocrisy from the need they have to control everything.

They say they want to impose a democratic model. But that’s their democratic model. It’s the false democracy of elites, and, I would say, a very original democracy that’s imposed by weapons and bombs and firing weapons.

What a strange democracy. Aristotle might not recognize it or others who are at the root of democracy.

What type of democracy do you impose with marines and bombs?

The president of the United States, yesterday, said to us, right here, in this room, and I’m quoting, „Anywhere you look, you hear extremists telling you can escape from poverty and recover your dignity through violence, terror and martyrdom.“

Wherever he looks, he sees extremists. And you, my brother — he looks at your color, and he says, oh, there’s an extremist. Evo Morales, the worthy president of Bolivia, looks like an extremist to him.

The imperialists see extremists everywhere. It’s not that we are extremists. It’s that the world is waking up. It’s waking up all over. And people are standing up.

I have the feeling, dear world dictator, that you are going to live the rest of your days as a nightmare because the rest of us are standing up, all those who are rising up against American imperialism, who are shouting for equality, for respect, for the sovereignty of nations.

Yes, you can call us extremists, but we are rising up against the empire, against the model of domination.

The president then — and this he said himself, he said: „I have come to speak directly to the populations in the Middle East, to tell them that my country wants peace.“

That’s true. If we walk in the streets of the Bronx, if we walk around New York, Washington, San Diego, in any city, San Antonio, San Francisco, and we ask individuals, the citizens of the United States, what does this country want? Does it want peace? They’ll say yes.

But the government doesn’t want peace. The government of the United States doesn’t want peace. It wants to exploit its system of exploitation, of pillage, of hegemony through war.

It wants peace. But what’s happening in Iraq? What happened in Lebanon? In Palestine? What’s happening? What’s happened over the last 100 years in Latin America and in the world? And now threatening Venezuela — new threats against Venezuela, against Iran?

He spoke to the people of Lebanon. Many of you, he said, have seen how your homes and communities were caught in the crossfire. How cynical can you get? What a capacity to lie shamefacedly. The bombs in Beirut with millimetric precision?

This is crossfire? He’s thinking of a western, when people would shoot from the hip and somebody would be caught in the crossfire.

This is imperialist, fascist, assassin, genocidal, the empire and Israel firing on the people of Palestine and Lebanon. That is what happened. And now we hear, „We’re suffering because we see homes destroyed.‘

The president of the United States came to talk to the peoples — to the peoples of the world. He came to say — I brought some documents with me, because this morning I was reading some statements, and I see that he talked to the people of Afghanistan, the people of Lebanon, the people of Iran. And he addressed all these peoples directly.

And you can wonder, just as the president of the United States addresses those peoples of the world, what would those peoples of the world tell him if they were given the floor? What would they have to say?

And I think I have some inkling of what the peoples of the south, the oppressed people think. They would say, „Yankee imperialist, go home.“ I think that is what those people would say if they were given the microphone and if they could speak with one voice to the American imperialists.

And that is why, Madam President, my colleagues, my friends, last year we came here to this same hall as we have been doing for the past eight years, and we said something that has now been confirmed — fully, fully confirmed.

I don’t think anybody in this room could defend the system. Let’s accept — let’s be honest. The U.N. system, born after the Second World War, collapsed. It’s worthless.

Oh, yes, it’s good to bring us together once a year, see each other, make statements and prepare all kinds of long documents, and listen to good speeches, like Abel’s yesterday, or President Mullah’s . Yes, it’s good for that.

And there are a lot of speeches, and we’ve heard lots from the president of Sri Lanka, for instance, and the president of Chile.

But we, the assembly, have been turned into a merely deliberative organ. We have no power, no power to make any impact on the terrible situation in the world. And that is why Venezuela once again proposes, here, today, 20 September, that we re-establish the United Nations.

Last year, Madam, we made four modest proposals that we felt to be crucially important. We have to assume the responsibility our heads of state, our ambassadors, our representatives, and we have to discuss it.

The first is expansion, and Mullah talked about this yesterday right here. The Security Council, both as it has permanent and non-permanent categories, (inaudible) developing countries and LDCs must be given access as new permanent members. That’s step one.

Second, effective methods to address and resolve world conflicts, transparent decisions.

Point three, the immediate suppression — and that is something everyone’s calling for — of the anti-democratic mechanism known as the veto, the veto on decisions of the Security Council.

Let me give you a recent example. The immoral veto of the United States allowed the Israelis, with impunity, to destroy Lebanon. Right in front of all of us as we stood there watching, a resolution in the council was prevented.

Fourthly, we have to strengthen, as we’ve always said, the role and the powers of the secretary general of the United Nations.

Yesterday, the secretary general practically gave us his speech of farewell. And he recognized that over the last 10 years, things have just gotten more complicated; hunger, poverty, violence, human rights violations have just worsened. That is the tremendous consequence of the collapse of the United Nations system and American hegemonistic pretensions.

Madam, Venezuela a few years ago decided to wage this battle within the United Nations by recognizing the United Nations, as members of it that we are, and lending it our voice, our thinking.

Our voice is an independent voice to represent the dignity and the search for peace and the reformulation of the international system; to denounce persecution and aggression of hegemonistic forces on the planet.

This is how Venezuela has presented itself. Bolivar’s home has sought a nonpermanent seat on the Security Council.

Let’s see. Well, there’s been an open attack by the U.S. government, an immoral attack, to try and prevent Venezuela from being freely elected to a post in the Security Council.

The imperium is afraid of truth, is afraid of independent voices. It calls us extremists, but they are the extremists.

And I would like to thank all the countries that have kindly announced their support for Venezuela, even though the ballot is a secret one and there’s no need to announce things.

But since the imperium has attacked, openly, they strengthened the convictions of many countries. And their support strengthens us.

Mercosur, as a bloc, has expressed its support, our brothers in Mercosur. Venezuela, with Brazil, Argentina, Paraguay, Uruguay, is a full member of Mercosur.

And many other Latin American countries, CARICOM, Bolivia have expressed their support for Venezuela. The Arab League, the full Arab League has voiced its support. And I am immensely grateful to the Arab world, to our Arab brothers, our Caribbean brothers, the African Union. Almost all of Africa has expressed its support for Venezuela and countries such as Russia or China and many others.

I thank you all warmly on behalf of Venezuela, on behalf of our people, and on behalf of the truth, because Venezuela, with a seat on the Security Council, will be expressing not only Venezuela’s thoughts, but it will also be the voice of all the peoples of the world, and we will defend dignity and truth.

Over and above all of this, Madam President, I think there are reasons to be optimistic. A poet would have said „helplessly optimistic,“ because over and above the wars and the bombs and the aggressive and the preventive war and the destruction of entire peoples, one can see that a new era is dawning.

As Silvio Rodriguez says, the era is giving birth to a heart. There are alternative ways of thinking. There are young people who think differently. And this has already been seen within the space of a mere decade. It was shown that the end of history was a totally false assumption, and the same was shown about Pax Americana and the establishment of the capitalist neo-liberal world. It has been shown, this system, to generate mere poverty. Who believes in it now?

What we now have to do is define the future of the world. Dawn is breaking out all over. You can see it in Africa and Europe and Latin America and Oceanea. I want to emphasize that optimistic vision.

We have to strengthen ourselves, our will to do battle, our awareness. We have to build a new and better world.

Venezuela joins that struggle, and that’s why we are threatened. The U.S. has already planned, financed and set in motion a coup in Venezuela, and it continues to support coup attempts in Venezuela and elsewhere.

President Michelle Bachelet reminded us just a moment ago of the horrendous assassination of the former foreign minister, Orlando Letelier.

And I would just add one thing: Those who perpetrated this crime are free. And that other event where an American citizen also died were American themselves. They were CIA killers, terrorists.

And we must recall in this room that in just a few days there will be another anniversary. Thirty years will have passed from this other horrendous terrorist attack on the Cuban plane, where 73 innocents died, a Cubana de Aviacion airliner.

And where is the biggest terrorist of this continent who took the responsibility for blowing up the plane? He spent a few years in jail in Venezuela. Thanks to CIA and then government officials, he was allowed to escape, and he lives here in this country, protected by the government.

And he was convicted. He has confessed to his crime. But the U.S. government has double standards. It protects terrorism when it wants to.

And this is to say that Venezuela is fully committed to combating terrorism and violence. And we are one of the people who are fighting for peace.

Luis Posada Carriles is the name of that terrorist who is protected here. And other tremendously corrupt people who escaped from Venezuela are also living here under protection: a group that bombed various embassies, that assassinated people during the coup. They kidnapped me and they were going to kill me, but I think God reached down and our people came out into the streets and the army was too, and so I’m here today.

But these people who led that coup are here today in this country protected by the American government. And I accuse the American government of protecting terrorists and of having a completely cynical discourse.

We mentioned Cuba. Yes, we were just there a few days ago. We just came from there happily. And there you see another era born. The Summit of the 15, the Summit of the Nonaligned, adopted a historic resolution. This is the outcome document. Don’t worry, I’m not going to read it.

But you have a whole set of resolutions here that were adopted after open debate in a transparent matter — more than 50 heads of state. Havana was the capital of the south for a few weeks, and we have now launched, once again, the group of the nonaligned with new momentum.

And if there is anything I could ask all of you here, my companions, my brothers and sisters, it is to please lend your good will to lend momentum to the Nonaligned Movement for the birth of the new era, to prevent hegemony and prevent further advances of imperialism.

And as you know, Fidel Castro is the president of the nonaligned for the next three years, and we can trust him to lead the charge very efficiently. Unfortunately they thought, „Oh, Fidel was going to die.“ But they’re going to be disappointed because he didn’t. And he’s not only alive, he’s back in his green fatigues, and he’s now presiding the nonaligned.

So, my dear colleagues, Madam President, a new, strong movement has been born, a movement of the south. We are men and women of the south.

With this document, with these ideas, with these criticisms, I’m now closing my file. I’m taking the book with me. And, don’t forget, I’m recommending it very warmly and very humbly to all of you.

We want ideas to save our planet, to save the planet from the imperialist threat. And hopefully in this very century, in not too long a time, we will see this, we will see this new era, and for our children and our grandchildren a world of peace based on the fundamental principles of the United Nations, but a renewed United Nations.

And maybe we have to change location. Maybe we have to put the United Nations somewhere else; maybe a city of the south. We’ve proposed Venezuela.

You know that my personal doctor had to stay in the plane. The chief of security had to be left in a locked plane. Neither of these gentlemen was allowed to arrive and attend the U.N. meeting. This is another abuse and another abuse of power on the part of the Devil. It smells of sulfur here, but God is with us and I embrace you all.

May God bless us all. Good day to you.

4 Bemerkungen

  1. Trotz vieler Fehler, die während seiner Regentschaft passiert sind und durchaus Grund zur Kritik sein können, war er DER visionäre und charismatische Hugo Chavez! Leider gibt es auf der Welt nicht viele Entscheidungsträger seines Kalibers!

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  2. Noam Chomsky? Doch nicht der Noam Chomsky? Der „Let’s think for a minute“-Chomsky befragt zu 9/11?

    Antworten
    • Das Erste, das Ihnen zu Chomsky einfällt?

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  3. Danke !!!

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