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Das „Corona-Jahr“ 2020 – Steuern und finanzielle Folgen

Das „Corona-Jahr“ 2020 – Steuern und finanzielle Folgen

Foto: Pravinrus/shutterstock.com

Noch stecken wir mittendrin – im Steuerjahr 2020 und auch im „Coronajahr“. Vieles war in den vergangenen Monaten anders oder neu, insbesondere die beruflichen und finanziellen Belastungen: fehlende Kinderbetreuung, Homeoffice, Kurzarbeit, Freistellung von der Arbeit oder sogar Arbeitslosigkeit. Vieles hat sich häufig sofort auf den Geldbeutel ausgewirkt. Aber was davon ist auch steuerlich relevant? „So viel können Beschäftigte selbst nicht tun, aber ein paar Dinge sollte man im Hinterkopf behalten“, rät Larissa Heilmann, Steuerexpertin der Arbeitnehmerkammer Bremen.

Homeoffice: Steuerlich anrechenbar?

Die Kosten für die Arbeit im Homeoffice können Beschäftigte zum Beispiel nur dann steuerlich geltend machen, wenn zu Hause ein extra Raum zur Verfügung stand, der fast ausschließlich beruflich genutzt wurde. Weitere Bedingung: Der Arbeitgeber muss das Homeoffice tatsächlich angeordnet haben. „Aus der Beratung wissen wir, dass die meisten mit Laptop im Wohnzimmer oder in der Küche gearbeitet haben, häufig auch abwechselnd zum Arbeiten in der Firma“, weiß Heilmann. 

Auch Telefon- und Internetkosten sind nur selten so hoch, dass sie sich tatsächlich auf die Steuer auswirken: Zum einen könne der Arbeitgeber solche Kosten monatlich erstatten, steuerfrei seien diese aber nur bis zu 20 Prozent der Monatsabrechnung oder 20 Euro pauschal. Zum anderen fallen Telefon- und Internetkosten unter die Werbungskosten. „Da sollte man aber genau hinsehen, ob sich das überhaupt lohnt, denn Werbungskosten werden ja ohnehin pauschal mit 1.000 Euro angesetzt. Die Frage ist also, ob die tatsächlichen Kosten diese Pauschale überhaupt überschreiten“, mahnt Heilmann.

Kurzarbeitergeld: steuerfrei!

Aufpassen sollten all diejenigen, die in diesem Jahr Kurzarbeitergeld erhalten haben – denn Kurzarbeitergeld ist zwar steuerfrei, allerdings erhöht sich das zu versteuernde Einkommen und ein höherer Steuersatz könnte angewendet werden. „Unterm Strich zahlen Beschäftigte in Kurzarbeit auch am Jahresende natürlich weniger Steuern, denn sie haben auch weniger verdient. Es kann aber sein, dass es eine Nachzahlung gibt“, warnt Heilmann. Wichtig zu wissen: Wer mehr als 410 Euro Kurzarbeitergeld im Jahr erhalten hat, muss am Ende eine Steuererklärung machen – auch diejenigen, die bisher nicht verpflichtet waren. 

Wer sich nicht sicher ist, was steuerlich in diesem Jahr alles zu berücksichtigen ist, kann sich bei der Arbeitnehmerkammer telefonisch beraten lassen oder auf der Website der Arbeitnehmerkammer einen Termin online vereinbaren: montags bis freitags, 11.00 bis 13.00 Uhr, Telefon 0471-922 35-10. Termine für die Erstellung der Steuererklärung gibt es ab dem 02. September online oder telefonisch. 

Weitere Infos auf 
www.arbeitnehmerkammer.de/steuerrecht

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