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Biosicherheit in Argentinien?

Biosicherheit in Argentinien?
Foto: Maksim Toome / Shutterstock.com

Habgier, Lügen, Macht und Mord. Der aktuelle Film von Dr. Gabriele Weber über die fehlende Kontrolle von hochriskanter Virenforschung wird immer wieder zensiert. Wer ihn gesehen hat, weiß warum. Ein Beitrag über Biowaffen und Menschenversuche. Es geht nicht nur um Corona und die Beweise dafür, dass Chinesen bereits 2008 an SARS-CoV-2 forschten. Es geht um das System von Big Pharma, WHO und ihren Freunden und Förderern, die wirtschaftliche Interessen und globale Machtfragen miteinander verknüpfen.

von Dr. Gabriele ‚Gaby‘ Weber

Nirgendwo auf der Welt wird die Virenforschung von einer internationalen Behörde kontrolliert. Fachleute fordern schon lange eine solche Kontrolle, um die höchst gefährliche Methode des gain-of-function (GOFR, deutsch etwa „Funktionsgewinn-Forschung“) unter internationale Aufsicht zu stellen. Auf der südlichen Halbkugel ist die Situation besonders dramatisch, da diese Länder meist hoffnungslos verschuldet und damit den internationalen Pharmakonzernen ausgeliefert sind, die dort gerne ihre neuen Wirkstoffe testen.

Beispiel Argentinien: 1986 wollte das in Philadelphia (USA) ansässige Wistar-Institut einen Impfstoff gegen die Rindertollwut entwickeln. Finanziert von der Rockefeller-Stiftung kombinierte es gentechnisch ein Pockenvirus mit einem Tollwut-Virus. Die Unter-Organisation der WHO, die ‚Panamerikanische Gesundheitsorganisation‘ PAHO (Organización Panamericana de la Salud OPS; englisch Pan American Health Organization, PAHO), brachte es heimlich, ohne die argentinische Regierung zu informieren, im Diplomatenkoffer nach Azul, im Süden der Provinz Buenos Aires, wo sie ein Versuchsgelände unterhielt. Dort probierte sie dieses Pocken-Tollwut-Virus an Milchkühen und Melkern, die keine Ahnung hatten, im Freilandversuch aus. Die Landarbeiter waren ungeimpft, ihre Kinder tranken die Pocken-Tollwut-Milch. Das Experiment war ein „Erfolg“, die Kontrolltiere und die Melker hatten am Ende Anti-Körper.

Ein anderes Beispiel sind die Menschenversuche von ‚GlaxoSmithKline‘ (GSK) im armen Nordwesten Argentiniens – zur Entwicklung eines Impfstoffes gegen Kinder-Lungenentzündung. Ohne Wissen der Eltern wurde dort in den öffentlichen Hospitälern den Babies und Kleinkindern der neue Wirkstoff gespritzt. Am Ende waren 14 Babys tot. Big Pharma kam mit einer kleinen Geldstrafe davon.

► Gain-of-function

Aufhänger der Sendung sind die Thesen des Hamburger Physikers, Professor Roland Wiesendanger. Er hat Indizien zusammengetragen, die belegen, dass die offizielle Theorie, wonach das Virus von einem Tiermarkt in der chinesischen Stadt Wuhan stammen soll, in Wahrheit eine riesige Vertuschungs-Aktion sei, und dass das Virus Sars-Cov 2 im Institut für Virologie in Wuhan gentechnisch hergestellt und, aus Versehen, auf den Menschen übertragen wurde. Ein Laborunfall also.

Im Film geht es nicht um die Auseinandersetzung um den Hamburger Wissenschaftler und die Fledermäuse in Wuhan. Die Autorin will, angesichts der Scheinheiligkeit, wie die Pharmaindustrie als die „Guten“ dargestellt wird, Fakten in die Diskussion werfen. Es geht um die Bio-Sicherheit und wie Big Pharma und die Weltgesundheitsorganisation WHO mit ihr auf der südlichen Halbkugel umgehen.

Oder um es klar zu sagen: wie sie hier die Sau rauslassen. Und es geht um die Methode des gain-of-function. Mit ihr manipulieren Gentechniker hoch-gefährliche Krankheits-Erreger, um sie ansteckender und tödlicher zu machen. Dabei muss man kein relativ harmloses Sars-Virus verwenden, sondern in Zukunft vielleicht Ebola. Pest? Pocken? Eine so ausgelöste Seuche könnte die Weltbevölkerung reduzieren oder gar auslöschen.

Dies kann theoretisch überall geschehen. Die Militärs haben jahrzehntelang mit Steuergeldern nach Biowaffen gesucht, wissen wir aus Kongress-Berichten und anderen seriösen Quellen. Oder, Terroristen. Oder– nennen wir sie – Verrückte. Frankenstein und Co. Oder eben in einem Labor, aus Versehen.

Experten fordern eine Kontrollbehörde nach dem Vorbild der ‚Internationalen Atomenergie-Organisation‘ (IAEO; ‚International Atomic Energy Agency‘, IAEA) in Wien, – aber eben zuständig für die Forschung mit Viren. Immerhin gelang es, dass die Obama-Administration die Finanzierung dieser gain-of-function-Experimente ausgesetzt hatte.

► Beispiel Argentinien – Das Pocken-Tollwut-Virus auf der Weide

Für die nordamerikanische Landwirtschaft war die Rindertollwut ein großes Problem. Und ein Impfstoff versprach gigantische Gewinne. Das in Philadelphia ansässige Wistar-Institut wollte daher ein Vakzin entwickeln. Mit Gentechnik. Man brachte dabei ein Tollwut-Gen in ein Vaccinia-Virus ein. Vaccinia ist ein Pocken-Virus – es wurden also zwei höchst gefährliche Erreger miteinander kombiniert, und der gesunde Menschenverstand sollte meinen, dass die höchsten Sicherheitsstandards angewendet wurden, um den neuen Impfstoff zu testen. Doch obwohl die Rockefeller-Stiftung das Projekt finanzierte, ging man den billigsten und den einfachsten Weg.

1986 fragte das Wistar-Institut bei der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation PAHO nach, ob diese in Argentinien einen Feldversuch durchführen könnte. Dies schrieb das Institut später in einem wütenden Protestbrief an die Schweizer Weltwoche, die es gewagt hatte, einen Artikel von Gaby Weber zu veröffentlichen.

Die PAHO ist eine Unter-Organisation der WHO, ihre Mitglieder besitzen Diplomatenstatus. Sie unterhält in der südargentinischen Kleinstadt Azul ein Versuchsgelände und führte den genmanipulierten Tollwut-Pocken-Virus heimlich im Diplomatenkoffer in das südamerikanische Land ein.

In seinem Protestschreiben an die Weltwoche hatte sich das Wistar-Institut als Wohltäter dargestellt; die Rindertollwut füge Argentinien großen Schaden zu. Quatsch, meinte der nationale Chef für Biosicherheit Oscar Bruni damals. Das Schlimmste für die Rinderzüchter sei die Maul-und-Klauenseuche. Unter der Rindertollwut leiden die Farmer der Vereinigten Staaten. Das Interview wurde damals in der Taz veröffentlicht.

Die PAHO führte den Versuch in Azul durch, in freier Wildbahn und mit Menschen, die keine Ahnung hatten, dass sie als Versuchskaninchen benutzt wurden. Die argentinische Regierung – damals die von Präsident Raúl Raúl Alfonsín – wurde nicht informiert. Dies sei aber nicht „in böser Absicht“ geschehen, behauptete später das Wistar-Institut, der Auftraggeber.

Das Experiment sollte im Juli 1986 beginnen und bis Dezember dauern. Eine Gruppe von 20 Kühen wurde mit dem Tollwut-Pocken-Virus infiziert und gemeinsam mit weiteren 20, nicht-infizierten Kühen auf der Weide gestellt. Das Gelände war offen, Füchse, Marder und Stinktiere liefen herum. Dreimal täglich wurden die 40 Kühe – die infizierten wie die nicht infizierten – von vier Landarbeitern gemolken, ohne Handschuhe oder sonstige Sicherheitsvorrichtungen.

Diese Melker wussten nicht, was mit ihnen geschah. Zwei von ihnen hatten nicht einmal die Pockenimpfung, die man als Kind bekommt. Ihre Familien tranken – direkter vom Euter – diese Tollwut-Pocken-Milch, der Rest wurde pasteurisiert und in der Stadt verkauft. Den Melkern wurde regelmäßig Blut abgenommen, und sie sollten, so wurde ihnen aufgetragen, darauf achten, ob sich Pusteln an ihren Händen bildeten. Schließlich war ja das Pockenvirus im Spiel. Die Forscher wollten festzustellen, ob die nicht-infizierten Kühe durch die Melker oder andere Tiere Anti-Körper gegen die Tollwut bilden würden. Doch im September flog das Ganze auf. Ein argentinischer Stipendiat, der am Wistar-Institut gerade ein Praktikum machte – ein gewisser Mauricio Seigelchifer, informierte seine Professoren an der Universität von La Plata und die schlugen Alarm.

Die Presse hielt sich zurück. Erst viele Jahre später veröffentlichte im Universitäts-Verlag der damalige verantwortliche Direktor im Gesundheitsministerium in La Plata einen Bericht über den Skandal, mit allen Dokumenten.

Der Whistleblower Seigelchifer, der 1986 als junger und idealistischer Student den Skandal ins Rollen gebracht hatte – hat heute einen gut bezahlten Job in einem Labor, das den [sog.] „Impfstoff“ AstraZeneca in Buenos Aires herstellt. Für ein Interview stand er nicht zur Verfügung.

► Fall Nummer zwei: 14 tote Babys in Santiago del Estero

Vor 15 Jahren führte der britische Pharmakonzern Glaxo Smith Kline im armen Nordwesten, in der Provinz Santiago del Estero, einen Menschenversuch durch. Er wollte einen Impfstoff gegen die Lungenentzündung bei Kindern testen. Vierzehn Babys starben während des Versuchs.

Die Eltern waren nicht über das Experiment informiert und die Testpersonen, die Babys und Kinder, nicht auf ihre Eignung untersucht worden. Kontrolleure waren nicht vor Ort. Glaxo Smith Kline wurde später zu einer Geldstrafe von umgerechnet 400.000 Euro verurteilt.

Wahrscheinlich wurde die Strafe aus der Portokasse gezahlt.

► Fall Nummer drei: Pfizer und Moderna

2020 suchten Pfizer und Moderna Versuchspersonen für ihre genetischen Wirkstoffe gegen Covid. Sie waren mit einer neuen Technologie hergestellt worden. Die argentinische Regierung bot ihre Dienste an und stellte ihnen das Militärhospital zur Verfügung. Über 4000 Argentiniern ließen sich testen.

Zum Verständnis muss man wissen, dass die großen US-Vermögensverwalter – mit Blackrock an der Spitze – Eigentümer von Pfizer und Moderna sind. Und es war BlackRock, der mit der argentinischen Regierung die privaten Auslandsschulden verhandelte. Kurz darauf wurden diese Impfstoffe vorläufig zugelassen, doch die Argentinier standen bei der Lieferung ganz hinten in der Schlange. Einen Vorteil hatten die Testungen für das Land nicht gebracht, und sowohl die Verträge wie auch die Details der Experimente sind geheim.

Was in dem riesigen und dünn besiedelten Land wirklich passiert, kann nur geschätzt werden. Die Dunkelziffer der irregulären Menschenversuche dürfte riesig sein. Die WHO hat zu keinem Zeitpunkt daran etwas ändern wollen. Im Gegenteil. Ihre Unterorganisation, die PAHO, hatte den Pocken-Tollwut-Virus heimlich ins Land geschmuggelt und im offenen Feldversuch an unwissenden Landarbeitern ausprobiert..

Ob in Argentinien die hochgefährlichen gain-of-funktion-Versuche durchgeführt werden? Der Gewerkschafter Jorge Jabkovski, der seit Jahren ein Gesetz für die Biosicherheit vergeblich fordert, kann diese Frage nicht beantworten. Es gibt ja keine Kontrollen. Theoretisch wäre es aber möglich. Ob er sich von der Gründung einer internationalen Kontrollbehörde etwas verspricht?

Der aktuelle Film: Nichts wird kontrolliert – Biosicherheit in Argentinien

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Controles no se hacen – Bio Seguridad en Argentina

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Me indigna la hipocresía de la discusión y la forma en que se presenta durante la pandemia a la industria farmacéutica como “los buenos de la película“. Por eso he hurgado mi archivo para aportar informaciones a la discusión – datos que yo mismo he investigado – no declaraciones indefinidas del Internet, sino testimonios, documentos oficiales y sentencias judiciales. Se trata de la bio seguridad y de cómo las grandes farmacéuticas y la Organización Mundial de la Salud (OMS) se ocupan de ella en el Tercer Mundo. O mejor dicho: cómo aquí muestran su cara verdadera.

1 Kommentar

  1. „Nirgendwo auf der Welt wird die Virenforschung von einer internationalen Behörde kontrolliert. Fachleute fordern schon lange eine solche Kontrolle,…“

    Welche „Fachleute“? Faucci? Drosten? Wieler? Der unbekannte Türke, der unbekannten Biotech Kompanie, der das Eiserne Kreuz des Bundes erhielt. Der CEO von Pfizer, der uns kiki nach Modellen spitzt?
    Und welche int. Behörde hätten Sie denn gern? Die EU mit Frau Dr. med. v.d.L.? UN? Behörden wie die Stiko, die dann politisch von den Söders geröstet werden und umfallen?

    Das ist gaga, denn wer noch immer nicht schnallt, daß wir ein internationales Versagen sämtlicher Institutionen sehen, dem ist echt nicht zu helfen.

    Antworten

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